Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1618756
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Hellas. 
die Kunstthatigkeit in einer gewissen Selbständigkeit und Originalität 
über das geschilderte Niveau, nemlich an dem Königshofe zu Pergamos 
und in dem republicanischen Rhodos. 
vMehre Künstler, berichtet Plinius selbst an einer andern Stelle, 
stellten die Schlachten des Attalos und Eumenes gegen die Gallier dar, 
nemlich Isigonos, Phyromachos, Stratonikos und Anti- 
go nos.u Der Hauptsieg über die Gallier wurde 22g v. Chr. durch At- 
talos erfochten, Eumenes  scheint durch ein leicht erklärbares 
Missvcrständniss in die Stelle gekommen. Wahrscheinlich errichtete 
Attalos in seiner Hauptstadt ein grossartiges Denkmal seines Sieges, 
begnügte sich aber damit nicht, sondern weihte wie berichtet wird ein 
solches (vielleicht eine theilweise Copie des pergamenischen) auf die 
Akropolis von Athen. Von beiden Denkmälern sind Bruchstücke er- 
halteil, welche uns die Eigenart der pergainenischen Künstler annähernd 
kennen lehren. Von dem ersteren zunächst die Statue des sterbenden 
Galliers auf dem Capitol und die Galliergruppe in der Villa Ludovisi: 
jene einen in Folge einer tödtlichen Brustwunde auf seinen Schild hin- 
gesunkenen Barbaren (vergl. Fig. 194), diese einen Gallier darstellend, 
welcher, um der Schmach der Knechtschaft zu entgehen, sein Weib, 
das neben ihm todt hinsinkt, eben ermordet hat und nun sich selbst das 
Schwert in den Hals stösst. Das struppige tief in den Nacken hinab- 
gewachsene Haar, die starke Plinziehuhg zwischen der Stirne und der
        

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