Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1618550
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Hellas. 
In der That sind auch die letzteren selten und ohne besonderen Ruhm 
bis auf eine, nemlich die kolossale Chryselephantine Hera in deren 
Tempel zwischen Argos und Mykene. Das Goldgewand der auf gol- 
denem Thron sitzenden Göttin liess nur Haupt und Arme bloss. Das 
Scepter in ihrer Rechten war mit einem Kukuk (Symbol der ehelichen 
Treue) gekrönt, in ihrer Linken lag ein Granatapfel, zur Seite stand 
Hebe, von des Meisters hervorragcndstem Gehülfen Naukydes gearbeitet. 
Wie man sich nun den Kopf clesuphidiasischen Zeus durch die Maske 
von Otricoli zu vergegenwärtigen suchte, so glaubte man die herrliche 
Herakopf in Neapel. 
Hera Ludovisi ir 
Rom. 
Kolossalmaske der Juno Ludovisi (Fig. 183) auf Polyklet zurückbezie- 
hen zu müssen, jedoch Wohl mit Unrecht. Höchst wahrscheinlich steht 
demselben der Herakopf des Museums in Neapel (Fig. 182) weit näher 
(Brunn); wenn aber behauptet worden ist, dass wohl alle Zeusköpfe 
auf den von Phidias endgültig festgestellten Typus zurückgehen müssen, 
so darf in Rücksicht auf die keineswegs nach göttlichen Idealen ab- 
zielende Richtung des Polyklet bezweifelt werden, dass die polykletische 
Hera eine gleiche Stellung zu den folgenden Herabildern erlangte.
        

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