Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617956
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Hellas. 
180-300 M. Länge, hart an einem Hügelrande gewählt, welcher selbst 
den Zuschauerraum darbot und als solcher noch weiter zugerichtet 
wurde. (Stadien von Aegina und Delos.) Stand ein entsprechender 
Thaleinschnitt zur Verfügung. wie bei dem athenischen Stadion in der 
Vorstadt Agrä, s0_ verwandelte man die beiderseitigen Abhänge in Zu- 
schauerräume, indem man sie stufenförmig terrassirte. Besonders be- 
liebt war bei dem Publicum das der Auslaufsseite gegenüberliegende 
Längsende, Welchem man auch die meiste bauliche Durchbildung wid- 
mete, indem man den beiderseitigen Zuschauerraum halbkreisförmig 
d. h. in- der Linie der das Ziel umkreisenden Läufer zusammenschloss. 
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Stadion von Messene. 
Ja es fehlt selbst nicht an Beispielen (Aphrodisias in Kleinasienf, welche 
ein solches halbkreisförmiges Ende an beiden Schmalseiten zeigen, wo- 
durch der Zuschauerraum um den ganzen Schauplatz geführt, nament- 
lich aber der Weg zu jener Gebäudeform gebahnt wurde, welche das 
Entzücken der römischen Welt bilden sollte, nemlich des Amphithea- 
ters. Wie sehr man jedoch das von der Natur Gebotene zu nutzen 
strebte, selbst wenn man dabei auf eine symmetrische und vollkom- 
mene Anlage verzichten musste, und zwar noch in der aufwandvollen 
letzten Periode Griechenlands, zeigt das Stadion zu Messene, welches 
doch der patriarchalisch genügsamen Frühzeit als eine der jüngsten hel- 
lenischen Anlagen ferne steht (Fig. 168:. 
Das Stadion reichte jedoch nicht aus für die R0ss- und Wagenren- 
nen, deren Gebrauch bis in die wagenkampfliebende Anaktenzeit des
        

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