Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617906
Arch 
itektur. 
Grab 
und andere Denkmäler. 
249 
umfängliche englische Ausgrabungen 1856 bis 1857 wie durch eine 
glänzende Publication von Newton 1862 in seinen Resten wieder zur 
Kenntniss der Alterthumsfreunde gekommen. Wenn auch im Einzelnen 
die Ansichten der Forscher Newton, Fergusson und Urlichs auseinander- 
gehen, so scheint doch so viel festzustehen, dass auf dem unteren 
die kleine Grabkammer umschliessenden massiven Geschoss, Welches 
oblong (24 : 30) und über 15 M. hoch war, eine von 36 (galI) ionischen 
Säulen umgebene Cella ruhte, über welcher" sich dann eine Stufen- 
pyramide erhob, deren stumpfer Scheitel von einer marmornen Kol0ssal- 
Quadriga mit dem Bildniss des Kö- 
nigs und einer Pferdelenkerin (Nike?)     
bekrönt wurde, so dass das Ganze  
eine Höhe von 42 M. erreichte. Von Äl  
den Sculpturen, welche in Einzelsta-  Q Q   
tuen die Intercolumnien und Ecken,     
dann in Reliefs den Fries des Säulen-   
kranzes, Cellawand und vielleicht Q  Q 
Unterbau zierten, wird in dem die   x 
griechische Plastik behandelndenAb-   g  
schnitt noch zu sprechen sein. Q  
Wenn auch vielleicht selbst kein , 
Grabdenkmal, sondern wie Urlichs   
wahrscheinlich gemacht hat) ein He- ä  Q  ä 
roon und Siegesdenkmal, so doch   
dem Mausoleum in vieler Beziehung ii 
ähnlich erscheint das schon bei der Q   
Behandlung Lykiens (S. 164) er-  
wähnte N ereidenmonument von Xan- F"; im Gnmdtiiii ßciäiiiiiziildenmonuments 
thos. Auch hier erhebt sich ein peri- 
Styler Tempel von 4: 6 ionischen Säulen (vgl. Fig. 166) auf einem 
massiven" Unterbau, und in gleicher Weise waren die Intercolumnien 
mit Statuen, das Gebälk wie auch die Substruction mit Relieffriesen 
geschmückt; jedoch scheint ein Giebeldach die verschiedene Bedeutung 
des Bauwerkes ausgesprochen zu haben. Cella und Umsäulung konnten 
sich auch pseudoperipteral verbinden, woraus wieder mannigfache Modi- 
ücationen erwuchsen, von welchen Sicilien in dem sog. Grabmal des 
Theron das schönste Beispiel darbietet; oder es thürmten sich drei 
Stockwerke mit verdoppeltem Würfel unter dem Säulenbau über- 
einander, wie in dem angeblichen Grabmal des Micipsa zu Constantine, 
dem alten Cirta, welche Erweiterung in römischer Zeit besonders beliebt
        

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