Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617420
Archi lektul 
ische Per 
ipteros. 
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der Coharenz, Spann- und Tragfähigkeit wegen alle die ganze Höhe 
dieses die Säulen verbindenden und also gewissermassen den Wandab- 
schluss repräsentirenden Gliedes hatten. Der Epistylbalken musste an 
seinem oberen Rande schon den mit dem Triglyphenglied verknüpfen- 
den Bandleisten sammt den Tropfenleisten haben, welche im Holzge- 
bälke als an die Triglyphendiele geheftet geschildert worden sind. Ihre 
Formen zeigen die grosse 
Pietät, mit welcher die alten   
Holzvorbilder beibehalten   
worden sind, wenn auch der X  
Meisselstyl dabei in mancher   
Beziehung mehr berücksich- _gg_g_mu 
tigt worden ist, als wir diess  
z. B. an den styllosen H0lz-   
imitationen Lykiens gefun-     
den haben.  x j 
Dasselbe gilt von den 34:4  
Triglyphen, an deren Hut" B 
Schlitzen wohl nur im Ab- 
lauf oben geändert wurde,  
der erst lanzetförmig, dann 
flach elliptisch hergestellt 
wurde, um erst zuletzt wie-   
der zu seiner muthmasslich 
ursprünglichen Schnitzform   
imit horizontal geradlinigem  
Abschluss zurückzukehren.   
Die Triglyphen vertheilten   
sich so, dass je eine über je- 
dem Säulenmittel, eine aber Alle  
in der Mitte jedes Interc0-  
lumniums zu sitzen kam. Fig.127. Gebiilkstück vom Parthenoxi. 
Doch liessen sich nicht 
durchweg gleiche Abstände herstellen, da man an den Ecken die Tri- 
glyphen nicht auf die Säulenmitte stellen konnte, wenn man sie auch zu- 
gleich an die Ecke gerückt haben wollte. Dieses musste aber geschehen, 
wenn man nicht mit dem Wesen der Triglyphen, welche im Gegensatze 
zu den unbelasteten Metopenausfüllungen sowohl geschichtlich wie auch 
in späterer Praxis die stützenden Glieder sind, in Widerspruch gerathen 
wollte, wie es zwar Vitruv, um die ungleichen Abstände zu vermeiden,
        

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