Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617218
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Hellas. 
als pelasgisch bezeichnen möchten, und deren Steinblöcke ohne beson- 
dere Berechnung und Zurichtung, wie es eben ging, und nicht ohne 
Nachhilfe von kleinen Steinen zur Ausfüllung der entstandenen Lücken 
auf einander gesetzt sind. S0 z. B. die Mauern von Tiryns (Fig. 114), 
deren schon Homer und Hesiod Erwähnung thun und deren Trümmer 
noch von Pausanias angestaunt und mit den Pyramiden von Aegypten 
verglichen werden. Sie erheben sich auf einem niedrigen, langgestreck- 
ten aber schmalen Felsrücken von kaum 10 M. Höhe über der Ebene 
und haben eine Stärke von 5-7,5 M., während ihre Höhe noch jetzt 
an manchen Stellen bis zu I2 M. steigt. Diese massive Mauer ist an 
ihren breitesten Stellen durch Gallerien gespalten, welche vermittelst 
Vorkragung der horizontalen Steinlagen scheinbar spitzbogig gedeckt 
sind, und mit ähnlich gedecktenuschätrtennach aussen versehen wohl 
als Magazine und Wehrgänge dienten. Vom Innern, wo die durch die 
Sage von Herakles und Eurystheus berühmte Königsburg gestanden 
haben muss, haben sich keine verständlichen Spuren erhalten. Ebenso 
verhält es sich mit Mykene, das zwar nicht das gewaltige Kyklopenma- 
terial, aber eine ebenso alte und schon in historischer Zeit durch Zer- 
störung der Stadt geschlossene Geschichte aufzuweisen hat und in des- 
sen Mauerring sich ausser den Resten von Mauergallerien namentlich 
interessante Thore erhalten haben, welche am Burgring von Tiryns ins- 
gesammt zerstört sind. 
 Die Thore sind naturgemäss von grösserem Interesse, als die 
Mauerlinien, indem sie öffnend und schliessend zugleich schon ihrem 
Wesen nach einen grössern Aufwand von technischer Berechnung und 
dazu noch mehr äussern Schmuck zu erfordern schienen. Alsddie ein-
        

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