Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617208
Architektu 
Andere Grabdenkrnäler. 
Burgmauern. 
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Wenn demnach auch hier wieder die Grabdenkmäler als zu den 
ältesten Denkmälern gehörend an der Spitze der Culturleistungen ste- 
hen, so fehlt es doch keineswegs an andern gleichzeitigen Resten. Die 
hervorragendsten sind die Ummauerungen der Städte oder richtiger der 
die Königsburg und die hauptsächlichsten Cultplätze umschliessendeiz 
Akropolen, deren Zeitbestimmung jedoch grosse Vorsicht gebietet. 
Denn nicht jede kyklopische, d. h. aus polygonen Steinstücken beste- 
hende Fügung ist sofort der hellenischen Vorzeit zuzutheilen, indem 
diese Technik bis in die Zeit, in welcher der Quaderbau bereits zu hoher 
Vollendung gediehen war, neben demselben im Gebrauche blieb, wäh- 
rend umgekehrt der Quaderbau selbst schon in erweislich hochalter- 
Pyramide von Kenchreae. 
thümlichen kyklopischen Mauerringen, nemlich von Städten, die in hi- 
storischer Zeit bereits zerstört wraren, hineinspielt und sich namentlich 
an Ecken, Thoren u. s. W., wo die Natur der Sache besondere F estig- 
keit und Selbständigkeit forderte, bemerklich macht (Mykene). Kyklo- 
pische Mauern, welche bei vollkommen ebener Aussenfläche ganz exact 
gefügt sind, dürfen aber schon desswegen nicht als llOCllältöfthülhliCll 
betrachtet werden, Weil ihre Herstellung lediglich eine Künstelei und 
Laune und weit schwieriger als Quaderbau ist,  
Dagegen gehören jene Reste dem höchsten Alterthume an, welche 
aus ganz tingefügem gewaltigen Material wie aufgethürmte Felscnmassen 
aufgerichtet sind, so dass sie wirklich spatern Geschlechtern als Werke 
von Riesen (Kyklopen) erscheinen konnten, wenn auch wir sie lieber 
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