Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617052
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Phönikien, Palästina und Kleinnsien. 
einen 
sehr 
derben 
Zahnsclmitt 
wieder 
eine 
auf 
Zeit 
weist, 
welcher 
seine ursprüngliche Bedeutung noch nicht über dem Ornamentalen ver- 
gessen war. Die Giebelakroterieil bestehen aus derben Knollen, sowohl 
den kreisförmigen Firstzierden wie den hornähnlichen Eckstücken pho- 
nikischer Grabmäler einigermassen verwandt. Kurz wir dürfen in diesen 
Denkmälern die Spuren einer wenn nicht vorionischen so doch einer 
frühionischen Parallelentwicklung an der lykischen Küste erkennen. 
Diess schloss natürlich hellenische Rückwirkung nach der Periode der 
vollen Ausbildung des ionischen Styls nicht aus, sondern bahnte ihr 
vielmehr den Weg, wie das prächtige überdiess freigebaute Siegesdenk- 
mal von Xanthos, nach der Einnahme von Telmissos durch die Xanthier 
als Tropäon um die Mitte des 4. Jahrh. v. Chr. erbaut (Urlichs). Zeigt. 
 
 W 
ä 
Säulendetails von Telmissos, Myra, und Antiphellos. 
Dieses, jetzt gleichfalls ins britische Museum versetzt und eine seiner 
grossartigsten Zierden, zeigt schon die volle Entwicklung ionischer For- 
men und besteht aus einer auf ziemlich hohen Unterbau gesetzten rings- 
um von Säulen umgebenen (somit peripteralen) Cella, während alle 
tempelartigen Grabfagaden darauf schliessen lassen, dass die nationalen 
Cultstätten, wie auch die assyrischen und phönikischen, mit einer Säu- 
lenvorhalle nin antisa sich begnügten, die Ausbildung des peripteralen 
Tempelplans aber den I-Iellenen überliessen. Die mehr vereinzelt vor- 
kommenden dorischen Formen zeigen diese naive Ursprünglichkeit 
weniger, wenn auch sehr alterthümliche Denkmäler dieses Styles vor- 
handen sind. Diese erklären sich wohl durch die Nähe von Creta, dem 
frühcultivirten dorischen Vorposten gegen Asien hin, wie auch durch
        

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