Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1617049
Lykien. 
163 
bei dei' Entwicklung des ionischen Styls betheiligt, und die Südküste 
Kleinasiens als eine bedeutsame Mittelstation der Culturschiebting von 
Mesopotamien an das ägäische Meer zu bezeichnen. Diese Grabfacaden 
repräsentiren zumeist die Fronte eines Templum in antis, d. h. eines 
Tempels, dessen Vorhalle mit zwei Säulen zwischen den vorspringenden 
Seitenwänden geschmückt ist (Fig. 105). Die daran vorwiegend auftre- 
tenden ionischen Formen aber erscheinen namentlich in Capitäl und 
Gebälk so unentwickelt, dass bei der Mehrzahl jedenfalls von römischem 
Typus, der überall seinen schablonenhaft decorativen Charakter ver- 
räth, und somit überhaupt von 
der Verfallszeit des Styles keine f? h. sie.   
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ebenso fehlt der Spirale noch 
der reiche Schwung wie dem Volutenpolster die Zusammenziehung in 
der Mitte, "der schlechtprofilirten Deckplatte wie der plumpen Basen 
und der zuweilen anlauf- und ablauHosen Schäfte nicht zu gedenken 
(vgl. Fig. ioö). Auch das Gebälk, welches bei den Orientalen bei 
mangelnder Giebel- d. h. besonderer Dachbildung über der Decke nur 
zwei den säulenverbindenden Architrav und die zugleich als Dach die- 
nende Horizontaldecke repräsentirende Glieder erforderte, zeigt die 
ionische Gliederung und Dreitheilung noch nicht: Fries- und Kranz- 
gesimse scheiden sich noch nicht völlig. während das letztere durch 
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