Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616701
Phä 
Snikische Tempel 
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Nord- und wohl zugleich auch Eingangseite der Abschluss durch eine 
Mauerlinie erwirkt war, die sich dann auch, die Felswand erhöhend, an 
den drei übrigen Seiten fortsetzte. Zwei Pfeiler in der Südost- und Süd- 
westecke, 31b M. von dem Felsenrand abstehend, und zahlreiche offen- 
bar als Bettungen für Balkenenden hergestellte Löcher oben an den 
Felswänden lassen vermuthen, dass eine Gallerie wenn nicht ringsum 
lief so doch theilweise an der Umfriedung sich hinzog. Der ganze so 
umschlossene vertiefte Raum aber bildete einen Tempelvorhof oder wahr- 
scheinlicher einen heiligen Teich, wie zahlreiche Spuren von gefassten 
Quellen im Innern an- 
nehmen lassen. Dadurch 
wurde dann die kleine Tavfmjjgwgäq 
'(,ella, welche sich genau   
in der Mitte des Recht- l  i,   w 
eckes erhebt, in einer an  _ 
den Melkaithtempel in   
Tyrus erinnernden Weise iijiiliif Üj eji-i-iki-iij;   Mill i; 
ein Abaton, ein unzu- ÄlUiIllIlTEN   
     lllatä1il    
ganghches Heihgthum.    
Es besteht (vgl. F ig. 88) I,   
nur aus fünf Stücken,   m); X iiilIllW-ilßiillisliiiililllw Ulm  
nemlich einem aus dem     l 
gewachsenen Felsen        
selbst gehauenen Sockel, ifuu ' egal" 
 M. im Gevierte und    fiill_ Ä 
etwas über 3 M. Höhe 224.1? 
mit Spuren einer Treppe 7iHxJxL1-v"'" '   
8111 der YfIChtßn SCitC, und Fig. ss. 'l'en1pelcelln (e! Maabed) von Amrith. 
der nach Norden offenen, 
mithin dreiwandigen Cella von 5 M. Höhe, deren Decke ebenfalls mo- 
nolith ist, während die drei Wände durch drei übereinanderliegende 
nach dem .Plane der Cella gearbeitete Blöcke gebildet werden. Die 
Decke, welche im Innern einer Hachen Wölbung ähnlich gemeisselt ist. 
springt an der Fronte beträchtlich über die Cella vor, so dass man an- 
nehmen muss, sie sei hier durch Säulchen von Metall, über deren muth- 
massliche Gestalt mit Beiziehung des Felsenreliefs von Maschnaka 
(Fig. Q3) unten bei Behandlung des salomonischen Tempels noch ge- 
sprochen werden wird, gestützt gewesen. An den 2, 34 M. von einander 
abstehenden Seitenwänden sind zwei niedrige nur einen Bodenraum von 
0,80 M. zwischen sich übrig lassende Bänke angebracht. Der architek- 
REBER, Gesch.d. a. Kunst. 9
        

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