Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616517
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Persien. 
Dieses nicht minder prächtige Eingangsthor iß), nach den In- 
schriften ebenfalls von Xerxes errichtet, ist wieder, wie Fig. 82 zeigt, 
in sehr bedeutenden Resten vorhanden, ohne indess bisher zu seiner 
vollen Erklärung gekommen zu sein. Denn es war zwar klar, (lass es 
seinem Kerne nach aus einer Kreuzung von zwei Durchgängen mit vier 
Mündungen bestand, wie es ein ähnlicher Portalbau FH der Terrasse 
noch deutlicher zeigt, wobei die Vierung von vier Säulen gestützt war, 
die Durchgangswände aus sculpirten Marmorblöcken aber durch derma- 
len bis auf die Ansätze verschwundene Mauern so miteinander verbun- 
den wurden, dass das Ganze bei quadratischem Plane von Aussen das 
Aussehen eines römischen Janus Quadrifrons gewährte: allein es herrschte 
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des Xerxes 
die Ansicht, dass diese Portaldenkmale wie die als Beispiele angezoge- 
nen jani, von welchen einen Abbildung unten eine Vorstellung geben 
wird, gänzlich frei standen. Ich habe nun schon in meiner Geschichte der 
Baukunst des Alterthums die Vermuthung ausgesprochen, dass von 
dem Pbrtalbau aus ungefähr in den auf dem Situationsplan von Perse- 
polis punktirt angegebenen Linien Schenkelmauern nach dem Treppen- 
ausschnitte zu geführt gewesen sein müssten, welche denselben statt 
eines leicht zu umgehenden nutzlosen Prunkbaues erst eigentlich zum 
Thor gemacht hätten und so die fortificatorische wie tiberhaupt abe 
schliessende Bedeutung der Palastterrasse nicht durch gänzliche Frei- 
gebung des breiten Aufgangs geradezu illusorisch erscheinen liessen.
        

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