Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616494
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Persien. 
grabe beides angedeutet sein müsste, und dazu noch eine Freitreppe, 
die vielleicht ebenfalls doppelflügelig zum Dache des Oberbaues führte. 
Dass diess ebenfalls flach und zugänglich war, zeigen die beiden dieser 
Erörterung zu Grunde gelegten Reliefs (Fig. 77 und 81), wo wir einer- 
seits einen Thronsessel des Königs von einem Baldachin beschattet, 
anderseits einen jener Feueraltäre gewahren, die nach persischer Sitte 
stets am höchstmöglichen Punkte angebracht wurden und an dieser 
Stelle des Palastes sogar eine Er- 
 wähnung in der Bibel gefunden 
 haben, nach welcher Hesekiah, 
lii gegen den sabaischen Sonnen- 
 " dienst einschreitend, die nauf der 
 Höhe des oberen Gemaches des 
"Q  - ' Ahazu befindlichen Altäre zer- 
     störte. Es ist demnach nicht als 
  eine blos passliche Ausstaffirung, 
  i  sondern als berechtigte Ergänzung 
3h ,  zu betrachten, wenn ich in meiner 
 Restauration des Dariuspalastes 
 (Fig. 69) die Hohe des Oberge- 
 y i schosses mit dem köni lichen 
  ß l  11. Th h: l g 
l  1 im  i begponntgnme und dem Feueraltar 
ätfßflvjjiiigflgiä" qigwrji Ist somit eine ziemlich ver- 
x    ä 9 lassige Vorstellung des persischen 
m     Palastbaues an seinem ältesten, 
  einfachsten und erhaltensten Bei- 
 spiele gewonnen, so können wir 
 "Äilüzvißl   auch versuchen, uns die übrigen 
 ü ä  lll   analogen Gebäude der Terrasse 
3-, H. Äk t m E von Persepolis zu vergegenwär- 
Fig- 81. Portalrcliefder Hundertsaulenhalle. tigeml  Rinne  lies Situa- 
tionsp anes zeigt (.lC este eines 
anz ähnlichen Baues von ungefähr gleichen Dimensionen, nach seiner 
g 
Richtung gegen Nordwest aus unten noch zu erörternden Gründen 
wahrscheinlich jünger als der beschriebene, und darum nur von gerin- 
gerem Interesse. Doppelt so gross wie der Dariuspalast aber war der 
südöstlich vor diesem und ihm nahezu gegenüber liegende Palast des 
Xerxes. Dieser hatte überdiess eine geräumige Treppenterrasse vor 
und eine nicht weiter erklärbare Saulenhalle neben sich, dafür aber fehlte
        

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