Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616468
Architektur 
Palast des Darius. 
105 
nicht schon auf den ersten Blick dieses verständliche Bild. Denn erstlich 
sind sämmtliche Säulen dieses Palastes verschwunden: wobei es un- 
entschieden bleiben muss, 0b diess seinen Grund darin hat, dass sie an 
diesem weniger sumtuosen Bauwerke vielleicht nur von Holz waren, da 
es sehr wohl denkbar ist, dass auch Steinsäuleil von so mässigen Dimen- 
sionen während der zweitausencljährigen Ausbeutung der Palastterrasse 
verschleppt und anderweitig verwendet worden seien. Es haben sich 
jedoch die quadratischen Sockel zur Hälfte an ihrer ursprünglichen Stelle 
erhalten, so dass Zahl und Abstand der Säulen unter vergleichender Bei- 
Ziehung ähnlicher Anlagen des Xerxes mit ihren noch erhaltenen Säulen- 
resten leicht und sicher ermittelt werden konnte. Ferner sind auch die 
Wandmassen verschwunden, und vom Hochbau überhaupt ragen ledig- 
lich einige Eckpfeiler   Wg  
Blendenrahmen die in   
gewaltigen Elöckeil       
und zum Theil mono-    l  ll    
lith auf der Platform    wirf;  
selbstaufruhen, skelett-      
artig empor, diese aber  )    4 l 
in solcher Vollständig-  l   
keit und der Mehrzahl     Eli  
nach auch in ihrer ur-     H  
SprünglichenLage, dass     
nach ihnen die fehlen-  A 
den Wände ohne   f   
Schwierigkeit zu e? F1g.8o. Persische Thurnmrahmung. 
ganzen sind. Es scheint nemlich, dass die Wandlinien selbst entweder 
in kleineren Bruchsteinen oder sogar in Backstein hergestellt waren, und 
S0 entweder leicht verschleppt werden oder namentlich im letzteren Falle 
als stets den atmosphärischen Einflüssen ausgesetzt zu Staub zerfallen 
konnten, während die massiven Thür- und Fenstergewandungen mit 
ihren aussen abgestuften Pfosten, reliefgeschmtickten Innenseiten und 
den schon erwähnten stattlichen Sturzbekrönungen, die in dreifacher 
aufwärts gestellter Blätterreihe geschmückt und unten durch eine Art 
von Astragal (Perlenschnur) abgegränzt waren (vgl. Fig. 80), in ihrer 
Massenhaftigkeit sowohl der Verschleppung als auch der Unbill der 
Zeiten Trotz zu bieten im Stande waren. 
Es fehlen jedoch bei vollkommener Erhaltung der Thüren, Fenster
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.