Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616436
IO2 
Persien. 
des Zahnschnittes die ägyptisirende und ebenfalls assyrische {Gesims 
der Kapellenterrasse des Sargonslaalastcs) Hohlkehlenbekröntmg, mit 
Blattornament, wie man sie allerdings auch über allen Thüren und Fen- 
stern der persischen Ruinen trifft, verbindet, und im Uebrigen die an 
den Treppenwänden erhaltenen Ornamenteinfassungen mehr nach ästhe- 
tischer Wahl verwerthet. Denn eine Reihe von Felscngräbern der 
persischen Könige aus der Achärnenidendynastie von Darius abwärts 
repräsentirt in ihren Fronten Palastfagaden und gibt sonach zunächst 
über die äussere Erscheinung wesentlichen Aufschluss. Eines dieser 
Fig- 77- 
Felsengrab des Darius. 
Felsengräber, durch die Keilinschriften als das des Darius bezeichnet, 
zugleich dais älteste und besterhaltene (Fig. 77') lässt die Gebälkgliede- 
rung noch besonders deutlich erkennen. Ueber die in den Nacken der 
Doppelstiere gedrückten Unterbalken legt sich, zugleich von den Köpfen 
dieser Capitälmonstra gestützt, ein Architrav, wie der ionische dreifach 
abgestuft, so dass jede obere Lage über die untere um ein Weniges 
vorspringt. Er erklärt sich in seiner Dreitheiligkeit einfach durch die 
geringe Stärke des mesopotamischen Holzmatcrials, welche im Gegen- 
satze z. B. gegen den dorischen Architravbalken dazu nöthigte, die
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.