Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616334
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Chaldäa, 
Babylonien und Assyrien. 
plastischen unteren wurde dadurch hergestellt, dass die letztere auch 
einer bescheidenen farbigen Zuthat sich zu erfreuen hatte. Haare, Bart 
und Augensterne wurden schwarz, einzelne Gewandstücke, wie Tiaren- 
bander, Sandalen u. s. w. roth gefarbt gefunden. Es ist nicht zu be- 
zweifeln, dass an den Reliefs auch sonst noch manche Farbe angewandt 
wurde, die sich jetzt nicht mehr nachweisen lässt, doch glaube ich nicht, 
dass die Bemalung so bunt und so entschieden war, wie sie die neueren 
Restaurationen anzunehmen für gut fanden. Wenn man es beabsichtigt 
hätte, eine ganz uniformc Wirkung zu erzielen, so würde man auf die 
plastische Ausschmückung ganz verzichtet haben, gerade dadurch aber, 
dass die horizontale Abtheilung mehr markirt ward, kam einige Gliede- 
rung in die architektonisch kahlen Wände. Vergegenwärtigen wir LIIIS 
aber über diesen beiden Horizontalstreifen der Wände als drittes nun 
architektonisches Glied den Säulen- und Pfeilersauni der Lichtöffnungen 
unter der Decke, so werden wir der lä'olge von Plastik, Malerei und 
Architektur in den drei übereinandergesetzten Horizontalschichten des 
assyrischen Palastes Llnsere Anerkennung nicht versagen können.
        

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