Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1615121
Vorwort. 
Als ich mich zur Herstellung des vorliegenden Buches entschloss, war 
ich mir der Schwierigkeiten wohl bewusst, welche dieselbe mit sich führen 
werde. Denn es musste ernstliche Bef- w. n erwecken, in so engem Rahmen, 
wie ihn die Bestimmung des Buches für d: weitesten Kreise der Gebildeten 
schlechterdings erforderte, ein Material (zusammenzufassen, das sich seit 
einem Jahrhundert und ganz besonders in den letzten Jahrzehnten riesig an- 
gehäuft hat. ]a es liess sich sogar bezweifeln, ob diess überhaupt in einer 
erspriesslichen Weise möglich sei, und ich kann nicht verhehlen, dass ich 
selbst bei mehren Parthieen im Ringen mit dem Stoffe zugleich diesen Zweifel 
zu bekämpfen hatte. Allein unzweifelhaft blieb mir, dass die knappe Form 
Grundbedingung zur Erreichung des Zweckes sei, und dass durch eine 
Ueberschreitung eines gewissen Umfanges leicht für den Laien zu viel und 
doch für den Fachmann zu wenig geboten würde. Denn dem beschäftigten 
Gebildeten oder dem irgend einer praktischen Disciplin obliegenden Studi- 
renden, welche in ihren kargen Mussestunden selbst in der Tagesliteratur 
häuiig' nicht weit über die Telegramme hinauszukommen vermögen, muss 
die Pflege der den Beruf nicht unmittelbar berührenden allgemeinen Wissen- 
schaften  auf die der eine wie der andere doch nicht ganz verzichten kann, 
wenn er auf einer der Gegenwart entsprechenden Bildungshöhe stehen will  
durch thunlichst compendiöse Behandlung erleichtert, ja geradezu möglich 
gemacht werden.  
 Eshandelte sich also nur darum, nach welchen Grundsätzen eine solche 
Zusammenfassung, wenn siedoch ein volles und wahres Bild des gegen- 
wärtigen Standes der Wissenschaft gewähren sollte , in's Werk zu Setzen Sei. 
Manchem möchte räthlich erschienen sein, dabei auf jede Detailzeichnung 
zu verzichten und ohne das Ganze durch zu viel uEinzelheiten zu verwirren, 
mehr im Gl-Ossen w) mit breitem Pinsel a vorwiegend die allgemeinen Cultur- 
Verhältnisse zu skizziren, um dadurch auch vielleicht der Gefahr der Lückem
        

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