Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616168
Assyrische Stadtmauern. 
Thore. 
Häuser. 
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sen, gar als Zelte zu erklären sind, wobei allerdings die Mauerringe als 
Lagerbefestigungen betrachtet werden müssten. Nicht mehr Werth als 
diese haben die fast plamnässigen Darstellungen von Limmauerten Städten, 
deren Häuser in offenbar convcntioneller Form stets gleich wiederkehren, 
wie diess Figur 59 zeigt. Man muss sich hierbei an den topographi- 
schen Gebrauch des 17. und 18. jahrh. LIHSCYCF Zeitrechnung erinnern, 
wo für Weiler, Dorf und Stadt in ähnlicher Weise ein ungcfähres Bild 
typisch gebraucht wurde, aus welchem aber ebensowenig eine specielle 
Vorstellung gewonnen werden könnte. Doch dürfen wir aus solchen 
Darstellungen entnehmen, dass die Mehrzahl der Irliiusenaus einem nie- 
drigeren und einem höheren Theile bestanden, von welchen jeder seine 
besondere Platform hatte. 
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nicht von zeltartigen Wohnu 
1gen (Relief vor 
Koyundschik). 
War schon der Eindruck der ägyptischen Architektur wesentlich 
bedingt durch den reichen BildCTSChIIlLlCk, mit dem die koilanaglyrphe 
Malerei des Nillandes alle Wandflächen überzog und belebte, so erschei- 
nen die Schwesterkünste an den Palastbatlten des Euphrat- und Tigris- 
landes nicht blos als eine die Architektur Lintergeordnet hebende Zuthat, 
Sondern sogar entschieden tiberwiegend. Ueberreich wie nirgend in der 
Welt war es gerade der plastische S c11 m uck, welcher die ninivie 
tischen Backsteinwände, statt von diesen als den Trägern der Beklei- 
dung gehalten zu sein, vielmehr umgekehrt stützte und Jahrtausende 
hindurch als schützende Decke in so namhaften Resten erhielt. Plastik 
und zum Theil auch Malerei spielten deshalb in Mesopotamien eine noch 
bedeutendere Rolle, wie die Architektur. 
Diess gilt allerdings noch nicht von den frühesten Zeiten des chal-s
        

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