Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616103
Aeussere Erscheinung eines assyrischexl Palastes. 
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der assyrische Palast in seiner äusseren Erscheinung mehr, wie der in 
sich gekehrte Tempel und Palastbau Aegyptens. Seiner Terrassen- 
erhebting wegen bedarf er auch keineswegs jener fabelhaften Ober- 
geschosse, welche die bisherigen Restaurationen über dem durch die 
Ruinen gesicherten Erdgeschosse aufzuthürmen beliebten, und zwar zu- 
meist aus falscher Auffassung solcher Reliefs, welche wie alle primitive 
Kunst die mangelnde Perspective, das Hintereinander, durch das irre- 
führende Uebereinander zu ersetzen suchen; die Ruinen haben auch 
keine grösseren Treppenanlagen gezeigt, welche allein zu der Annahme 
von Obergeschossen die läerechtigting gewähren würden. Die Räume 
des Erdgeschosses  der Palast des Scnnaherib von Koyundschik lässt 
'l'errassenpyramide. 
Relicfvon Koyundschik. 
G. Rzlxvliusou. 
Cleren achtundseehzig, der Sargonspalast über zweihundert zählen  
konnten ausreichen und die Erhebung der Terrassen mochte eine weitere 
dllrch Stockwerke minder wünschenswerth erscheinen lassen. 
Wenn auch die assyrisehen Paläste unsere Aufmerksamkeit über- 
WiCgend und an erster Stelle fesseln mussten, so bietet doch auch die 
Sacrale Architektur des oberen Tigrislandcs Reste genug, um eine an- 
nähernde Vorstellung zu gewähren. Freilich kennen wir nur solche 
Cultstätten, welche mit den Palästen in engster Verbindung standen, 
Während Wenigstens zur Zeit von Volksheiligthümern sich keine Spuren 
gCfunden haben. Wären wir ohne alle Anhaltspunkte aus den Ruinen 
Selbst, so müssten wir uns die Tempel so denken, wie wir sie in Me-
        

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