Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Alterthums
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1614812
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1616083
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Fall ist, so muss die Wölbung von Canälen wenigstens eben so alt sein, 
wie der Palast. Ob die Assyrer die Erfinder des Wölbens seien, wird nicht 
zu sichern sein, jedenfalls kennen wir kein früheres Product dieser Tech- 
nik wie das genannte. Und nicht blos rundbogige Tonnengewölbe wur- 
den für solche Canäle angewandt, auch ein spitzbogiges erscheint an 
derselben Terrasse von Nimrud unter dem etwas jüngeren Südostpalaste, 
freilich im Bogcnschluss noch etwas unentwickelt, doch in der Haupt- 
sache nach dem Principe des gothischen Spitzbogens aufgeführt (Fig. 50), 
und es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Bogenform von Me- 
sopotamien aus in ununterbrochener Tradition an die Araber gelangte 
und von diesen nach Europa gebracht wurde, wo sie., den romani- 
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Fig. 49. Cnnulmiindung unter dem Nordwest- 
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schen Rundbogexi umformend, den Anstoss zur Gothik gab. Die Back- 
steine solcher Canalgewölbe zeigen sogar den keilförmigen Schnitt, wie 
er bei uns nur dem Bruchstein gegeben zu werden pflegt, indem man 
sich jetzt bei Backsteingewölben begnügt die Rundung durch keilför- 
mige Mörtellagen zu erzielen. 
S0 vollendet aber die Technik des Rundbogens an den gewölbten 
Canäleil erscheint, so scheint man doch die Anwendung desselben bei 
grosser Spannweite gescheut zu haben. Man beschränkte sich daher auf 
gewölbte Thore, wie sie zahlreiche Reliefs neben horizontalegedeckten 
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