Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207293
griechische 
Der 
Styl. 
Der Torus, 
Gurt 
oder Riemen. 
Er ist in seiner einfachsten Form, Eiig. 100, nach vierseitigem 
Querschnitte gebildet und gehört in dieser hauptsächlich dem dori- 
"Fig- 100'- schen Style an. Er zieht sich am Fusse des 
dorischen Kymas dessen ganzer Länge nach 
 bei den Anten 1-2mal,bei denSäulen3-51nal 
übereinandergeordnet hin, in dieser Anord- 
nung ein Anknüpfen und Verbinden der 
EEE-ET- Blätter des Kymas mit dem Anten- oder 
TOFHS. Sinnbild des Bin- Säulenschaft darstellend. 
dem" Dieses einfachste Ornament des dori- 
sehen Baues wurde entsprechend der Behandlung der übrigen Formen 
wohl immer gefärbt.  
Eine reichere Form, demselben Vorbilde entsprungen, ist das 
Gurt- oder Torengeflechte. 
Fig. 101. Wie der Name besagt, sind hier 
 mehrere einfache Riemen zu einem 
 zopfartigen Geflechte von mehr oder 
 wenigerreicherAnordnung verschlun- 
Fiä- 102- gen, welches als Flach- oder gefärbtes 
 vdlxfefxfxfxä Reliefornament auf eine ebene oder 
 wulstartige Fläche aufgesetzt ist. 
äßääääägäü. DieDarstellung dieses Ornamen- 
 tes gestaltet sich verschieden, je nach- 
 dem das ursprüngliche Vorbild in sty- 
y lisirter oder in mehr directer Nachbil-  
 o o dung übertragen wirdjDemnach wird 
 2 sich dasTorengellechteim erstenFalle, 
 '  Fig. 101-103, als eine Verschlingung 
 kreisförmiger Elemente mit einge- 
hg" Im"  flochtenen knopfartigen Bestand- 
theilen darstellen, oder im letzteren 
 als eine der Zobfform naher kom- 
X     mende realere Bildung. Fig. 104. 
Torehgefiechte. Sinnbilder des A15 kräftiger Ausdruck des 
 Bindens- Bindens finden auch mehrere über- 
einander gesetzte Gurte zur Darstellung der Verknüpfung ganzer 
Constructionstheile Verwendung, wie dies am Fusse der attisch- 
jonischen und korinthischen Säule der Fall ist, Wo der Schaft mit 
dem Stylobat verbunden dargestellt wird. Fig. 105 und 106.
        

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