Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207288
griechische 
Der 
Styl. 
nisslnässig schwachem Stengel eine sehr ausgebreitete reiche Blüthe 
zu ernähren und zu tragen haben, wie z. B. bei allen Dolden- 
bliithigen (Schierling, Ricinus u.  
Auf den Säulenschaft übertragen, sollen sie diesen nicht zur 
Copie eines PHanzenstengels machen, sondern ihm den Ausdruck 
unbiegsamer Stärke und individuellen Lebens geben, sie sollen nur 
an das Wesen des Pfianzenstengels erinnern. 
Die Cannelirung ist ein Reliefornament, das keinem griechi- 
schen Säulenschafte fehlt.   
Die Formen derselben sind im dorischen Style andere als 
im jonischen und korinthischen, wie schon oben erklärt wurde. 
Bei der griechischen Säule läuft die Cannelirung ununter- 
brochen von der Basis bis zum Capitelle. 
Die Bildung des Säulenschaftes in der Weise, dass die Canne- 
lirung von Blattkelchen, Bändern u. dgl. unterbrochen wird, gehört 
dem griechischen Baue in der Regel nicht an. 
I. Ausnahmen davon am Tempel von Ephesus. 
Cannelirungen, welche blos durch Malerei erzielt sind, sind 
uns nicht erhalten, doch schliesst sich die sehr Hache Cannelirung 
des dorischen Schaftes der übrigen Flachdecoration des dorischen 
{Baues an. 
4. Heftbänder und Heftschnüre. 
Alle zuletzt besprochenen Formen fanden ihr Vorbild in der 
organischen Natur. 
Diesen schliesst sich nun jene grosse Gruppe von Orna- 
menten an, welche dem Bereiche der Erzeugnisse ältester hand- 
werklicher Thätigkeit, und zwar hauptsächlich "derjenigen auf tex- 
tilem Gebiete entnommen sind. 
der 
Gurten, Schnüre, Bänder, Geflechte aller Art werden auf die 
Constructionstheile übertragen, in der Absicht, eine Verknüpfung 
der früher besprochenen Blätterreilmen mit diesen oder einzelner 
Constructionstheile untereinander darzustellen. 
Durchwegs haben die Heftbänder im Bau und Geräthe ihrem 
Wesen nach eine die Richtung der früheren Ornamente durchkreu- 
zende Anordnung; während die Simen und Kymatia in ihrer orga- 
nischen Entwicklung aufgerichtet oder herabgeneigt erscheinen, also 
doch immer die verticale Richtung einhalten, werden die Heftbänder 
meistens in horizontaler Lage verwerthet. 
Man unterscheidet als Hauptabtheilungen den Gurt, das Band 
und die Schnur. 
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