Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207142
Der 
Styl. 
griechische 
Spuren altgriechischer Tradition in Plan und Aufbau, gemischt mit 
römischen Elementen; erkennen lassen. Sie lassen nur einen allge- 
meinen Schluss auf die Spätzeit des griechischen Styles zu. Hierher 
gehört: Knidos, Alabanda, Laodicea, Mylasa (Grab), Salonichi (Incan- 
tada) u. A. 
Nach dem XVenigen was bekannt, werden die Grundriss- 
formen der korinthischen Gebäude viel mannigfacher gewesen sein, 
als die anderer Style. Rechteck-, Kreis-, Polygonbauten und Corn- 
binationen derselben werden dem gesteigerten Baubedürfnisse ent- 
sprechend zur Ausführung gekommen sein. 
Rundbau  
Kyrrhestes. 
das Monument des 
Beide in Athen. 
Lysikrates. 
Polygonbamm  
Thurm 
Mit 
den 
verschiedenen Formen 
des 
Grundrisses 
nimmt 
au ch 
das Krepidoma 
nach allen Seiten 
verschiedene Formation an, 
desselben Stufen abfallen. 
ohne 
dass 
immer 
Der korinthische Aufb au zeigt nicht einen so eng geschlossenen 
Zusammenhang aller Theile, wie dies bei den früheren Stylen der 
Fall War. 
Im dorischen und jonischen Aufbau ergab sich ein enger 
Zusammenhang zwischen den Stiitzen- und Deckenformen, der auf 
den Unterbau zurückwirkte. Im dorischen war die Säulenstellung mit 
der 'I'1'iglyphen-, Metopen- und Mutulenstellung in engstem Bezuge 
und konnte ohne Störung des ganzen Systems nicht geändert werden. 
Im jonischen war die Form des Säulencapitells mit der Richtung des 
Epistyls nicht weniger eng verknüpft. 
Für die Lösung verschiedener Grundrissformen mit ein- und 
ausspriugenden Ecken, Combinationen von X7ierecks-, Poiygon- und Rund- 
bauten, freier Anordnung der Säulenstellung und der Richtung des Epi- 
styls nach verschiedenen Seiten der Stütze, boten der dorische und 
jonische Styl demnach grosse Schwierigkeiten. 
Die griechische Kunst schuf in der Spätzeit, aus den früheren 
Ordnungen mit Beseitigung aller dieser bindenden Schwierigkeiten 
die korinthische Ordnung, deren Gebälk keine bestimmten Punkte 
für die Stützenstellung verschrieb, und von deren Säulencapitell nach 
allen vier Seiten Epistylien abspringen konnten. 
Basis und Schaft der korinthischen Säule, Fig. SI, sind 
denen der attisch-jonischen Säule nachgebildet. 
Die C apitellformen dagegen zeigen viele Variationen, 
welche aber alle mehr oder weniger prägnant den Ort bezeichnen, 
wo die Säule vom Epistyl belastet wird und diesen abstützt. 
Ein oder mehrere Blätterkelche, mit oben übergeneigten Blät- 
tern, mit dem Schafte durch ein Heftband oder eine Schnur ver- 
knüpft dargestellt, entsprechen diesem Ausdrucke. Der Uebergang
        

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