Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206985
I)er 
Styl. 
griechische 
Die Höhe des Kranzgesimses ohne Sima beträgt V3 bis  
des unteren Säulendurchmessers, die Ausladung der Hängeplatte 
1,52 bis V3 desselben. 
Auch hier sind die Stossfugen nicht besonders betont. 
1.. Unter den lYIutulen der Hängeplatte ein Kyma, Fig. 58, nur bei 
(lebiinden späten Datums: Nemea, Delos, Samothrake. 
2. I)ie Tropfen in den älteren Wonurnenten länger und kegelförmig, 
wohl auch wie hängende Bommeln aus Metall gebildet. Später kürzer 
und mehr cylindrisch, Fig. 56-58. 
3. Abweichend hiervon die derjonischen Form entlehnte (loppeltgelariimmte 
Sima an den Tempeln in Phigalia, Nemea, Delos, Samothrake. 
4.. Höhe des Geisons: Pästum VS, 'l'heseus und Rhanmus 1,5, Parthenon, 
Aegina "U5, Phigalia 1,14, Nemea 1,15 des unteren Durchmessers. Aus- 
ladung der Platte: Pästum, Rhanmus, Nemea 1,2, Theseus 3h, Aegina 1'115 
Parthenon, Phigalia 1,15 des unteren Durchmessers. 
Das Deckensystem, nur in den Peristylen erhalten, beruht 
durchaus auf der Steincassettendecke: Kalymmatiendecke. 
Vom Epistyl des altdorischen, vom inneren Friese des spä- 
teren Tempels spannen sich die Balken m in bestimmten Abständen 
zur XVand hinüber, Fig. 59, 60. Auf diesen Balken liegen in Falzen 
die deckenden Platten n die zur Verminderung ihres Gewichtes in 
viereckigen Feldern: Cassetten, ausgehöhlt sind. 
Um die Wesenheit des über den Raum Gespanntseins einer- 
seits, des Freischwebexis anderseits zu charakterisiren, sind die 
Unterfiächen: Stroteren, mit Bandornamenten, die Cassettenfelder 
mit Sternen geschmückt. 
Die F eldertheilung ist immer rechtwinklig und nahezu 
quadratisch.  
Erhaltene Decken: Theseus, Parthenon, Rhamnus u. A. 
Das Dach ist auf ein Holzgerüste mit Stein oder Thon- 
ziegel hergestellt. Von einem nach der ganzen Länge des Gebäudes 
laufenden First fällt es nach beiden Langseiten ab, an den kurzen 
Seiten mit dem horizontalen Kranzgesimse Giebel bildend. 
Entsprechend dem Verhältnisse der Höhe des Daches zur 
Spannung desselben, erhält auch der Giebel VS bis V9 seiner Basis 
zur Höhe. Geschlossen ist das Dach von den Wänden der Giebel- 
dreiecke: Tympana, Vor denen iigiirliche Gruppen, deren An- 
ordnung sich nach der Dreiecksform des Giebels richten muss, auf 
dem Kranzgesimse aufgestellt sind, Fig 61. 
Die beiden oberen Seiten des Giebeldreieckes werden von dem 
schräggestellten Kranzgesimse mit einfacher Unterschneidung ohne 
Mutulen gebildet, Fig. 45 I, I1.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.