Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206894
Styl. 
griechische 
Der 
vortheilhafte Veränderungen, so dass man hier von attisch-dorischem 
und attisch-jonischeln Style sprechen kann. 
Der korinthische Styl, der jüngste der drei wird auch 
hauptsächlich in den Baustätten der Alexandrinischen und Diadochen- 
zeit angewendet gewesen sein.  
Der 
griechisch- 
-dorische 
Stylj: 
Die auf uns gekommenen dorischen Tempel sind entweder 
Antentempel oder Peripteraltempel und obwohl sie weder in den 
Dimensionen noch im Grundriss und Aufbau vollkommen mit 
einander tibereinstimmen, sind die Variationen doch geringer als 
bei Bauten der anderen Style. 
Antentempel sind der der 'l'hemis zu Rhamnus und der der 
Artemis Propylaia zu Eleusis, Peripteraltempel: In Selinunt, Egesta, 
Agrigent, Piistum, Korinth, Aegina, Athen (Theseus, Parthenon), 
Olympia, Rhamnus (Nemesis), Sunion, Phigalia, Neniea u. a. O. 
Das ganze Bauwerk besteht der Hauptsache nach aus dem 
Unterbau, den stützen den Säulen und NVänden, dem darüberlagernden 
Gebälke mit Decke und schliesslich dem Dache. Eine mehr als ein- 
geschossige Anlage nach Aussen ist in keinem Beispiele überliefert. 
Der Unterbau oder das Krepidoma a Fig. 45 hat die Auf- 
gabe, einerseits die Unebenheiten des Terrains, auf dem der Tempel 
erbaut werden soll, auszufüllen, andererseits den deckenstützenden 
und raumumschliessenden Bautheilen nicht blos eine horizontale, 
gemeinsame, sondern auch vom gewöhnlichen profanen Boden 
emporgerückte Unterlage zu geben. 
Der innere Kern: Stereobat, dieses rechteckigen Unterbaues 
besteht aus gewöhnlichem Hausteine, während die obere Fläche 
und die gewöhnlich in drei Stufen abfallenden Seiten aus Marmor- 
platten oder besserem Gestein gefügt sind: Stylobat. 
Auf diesen Unterbau setzen sich die Säulen, Wände und 
Anten auf. 
1' Beim griechischen Style wurde, wie bei den übrigen, der gleichmässigen Anordnung 
des Buches halber, das Ornament erst nach der baulichen Gesammiform besprochen. Bei Be- 
nutzung des Buches aber in der Schule und im Selbststudium muss vorausgesetzt werden, dass 
die vorstehenden AbSChnitte erst dann durchgenommen werden, wenn man die sinnbildliche 
Bedeutung des Ornamems (siehe weiter unten "Das griechische Ornament") kennen gelernt hat.
        

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