Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206569
Der 
ägyptische 
Styl. 
Der Spatzeit des Styles gehören auch die Formen der Capitelle 
an, bei denen die PfläHZCnClClDCDtC ganz verlassen werden, dagegen 
phantastische Combinationen, von Masken mit darüber ruhenden 
Pylonen. u. s. wL, die äussersten Anstrengungen der ausartenden 
ägyptischen Architektur bekunden. Fig. I4. 
Bei sämmtlichen Säulen findet sich zu oberst ein hoher 
quadratischer Abacus, der bei den geschlossenen Kelchcapitellen 
über das Capitell vorladet, beim geöffneten hinter dem äussersten 
Umfange zurückbleibt. 
Die Höhenverhältnisse der ägyptischen Säulen sind sehr 
verschieden, doch durchaus schwer und massig. 
Fig. 12. Fig 13, 
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 Säulencapitelle. 
Technisch besteht die Säule aus einer Anzahl Säulentrommeln, 
gfosse Säulen sind dagegen wie das Nlauerwerk aus Steinen mit 
Stoss- und Lagerfugen errichtet. 
In den grossen Tempeln treffen wir verschiedene Säulenformeil 
in einem Raume aufgestellt, ohne dass ein bestimmtes System für 
gleiche Capitellformeil vorherrschend wäre. 
Die Wandmalereien machen uns mit dünnen Säulchen in 
überaus reichen zierlichen Combinationen bekannt, die jedoch nicht 
als Darstellungen wirklich baulicher, structiver Formen anzusehen 
sind. Fig I5_  
Die dünnen Säulchen der Wandmalereien stehen zu den Structiv- 
fOrmen hier in demselben Verhältnisse, wie wir dies auch in späteren 
59'181 für die Umbildung der Stiitzenfornl in der Wandmalerei 
Enden werden. 
T Die Mauern, welche die Räume, Höfe und den ganzen 
empelbezirk umschliessexi, sind aus Steinen oder Ziegeln errichtet.
        

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