Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206554
ägyptische 
Styl. 
Das geschlossene Lotoscapitell wird in derselben Weise wie 
beim vier- oder achtstengligen, auch beim zwölf- oder inehrsteng-. 
Fig. I0. ligen Bündelschaft verwerthet. XVo der 
 Schaft ganz glatt ist, wird auch das 
 axwyjyq g] (japitell glatt nach der Profilform des 
ext rawll; "v  ,   
 geschlossenen Ixelehes gebildet und mit 
 ö ö 
 bildlicher Darstellung und Bilderschrift 
 bemalt. Fig.  w  
 '  Die zweite Hauptform des Lapi- 
 tells ist die des geöffneten Lotoskelches 
 nach doppelt geschwungener Pronllinie, 
 in     
 Fig. I0. Die Deeoratlon dieser Kernform 
 ist in den älteren Tempeln nur durch Ma- 
 llläli lerei erwirkt, und zwar durch einen an der 
llßiilllllllliwl  
[illgllillidlullkll Wurzel des Capitells aufrechtstehenden 
   "wir     
 Blatterkelch, aus dem sich dunne btengel 
 mit Blättern und eingesetzten Bildtafeln 
   entwickeln. 
 Dieselbe Form des Capitells, aber 
umgekehrt gestellt, scheint, auch wegen 
Säule mit Gebälk und Decke.   
ihres seltenen Vorkommens, auf einen 
dilettantischen Versuch hinzudeuten. Glücklicher ist die Verwer- 
thung und Nachbildung der Palmenkrone, anfänglich mit blos 
P gemalter, dann mit plastischer und ge- 
llg. II.    
 malter Charakteristik. Pig. II. 
"iri-    
 VW In der Ptolemaer- und Romerzeit 
wil   Wimlflp _lllll'lll'"i. muss das Missverhältniss zwischen der 
  w N f. 1' ilig'il'i'il' gx-nivl     
  "i. schweren Masse des Kernes bei dem be 
 nifitilllliigg , sprochenen offenen Kelchcapitell und der 
 iiiiifilsv  flachen schwächlichen Bemalung oder 
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iilmlaäxjl älllitlw  er geiingen asti es amencapite s 
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limlrs'ißE'1iil' i' empfunden worden sein. Die decorative 
  ill "III      
lllllillllnliLmixlmlml;_ify-L3l: Auszier wird JCtZt mit Beibehaltung 
 derselben Kelcliform viel plastischer, 
ßgä illlläll   dabei reicher und wirksamer. Diese 
{l   Yx Capitelle, Fig. I2 und I3, lassen die ver- 
,  schiedensten Variationen erkennen, inso- 
l almencapitell.  
 ferne verschiedene PHanzenformen nach 
oben entwickelt die Kelchform in symmetrischer Vertheilung 
umgeben.
        

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