Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206532
Der 
ägyptische 
StY 
. 
Somit erscheinen diese Tempel im Gegensatze 
welche einer Erweiterung ins Unendliche fähig" 
Disposition nach abgeschlossene Formen. 
Grosse Tempel: 'l'heben, Luxor, Medinet 
(lemh u. A. 
zu den grossen, 
sind, als ihrer 
Habu, Edfu, Den- 
Kleine Tempel: Elephantine, Philae, Theben, Küm Ombo u. A. 
Das constructive System des ägyptischen Freibaues beruht 
auf den sich horizontal frei über den Raum spannenden Steinbalken 
und verschliessendezi Platten, welche als Decke vereinigt von 
Pfeilern, Säulen und Wänden getragen werden. 
Hän 8. XYie im Grundrisse. so herrscht auch 
[unnmm im Aufbau des Innern die gerade Linie und 
 der rechte nVinkel     
  Das Gewollae lSl dem btyle nicht eigen. 
 Das Gebäude besteht der Hauptsache nach 
 l," aus dem Unterbau, den stützenden Säulen und 
llllllj XVänden und dem darüber horizontal lagernden 
f, Gebälke mit Decke, ohne Dach. 
   Nur beim kleinen Tempel- bezieht sich der 
f Iifli" Unterbau ganz allein auf den Oberbau, während 
  beim grossen Tempel der Unterbau eine, gewöhn- 
H  lich aus Ziegel construirte, gemeinsame Terrasse 
 für den gesammten Tempelbezirk mit seinen 
Gebäuden ist. 
 Auf diesen Unterbau setzen sich die deck- 
stützenden Säulen und Wände auf. 
Lotossäule_ Die Formen und Dimensionen der ägyp- 
tischen Säulen sind sehr mannigfaltig. 
In den oben genannten Gräbern von Benihassan wurden durch 
Abschrägung der viereckigen Pfeiler acht und weiters sechzehneckige 
Säulen gebildet, die unten auf einer niederen, runden Scheibe stehen, 
und oben einen viereckigen Abacus haben. Als Weiterbildung dieser 
rein structiven Form erscheinen in denselben Gräbern den früheren 
ähnliche Pfeiler, welche aber nach oben etwas verjüngt und mit 
seichten Kanälen zwischen scharfen Stegen gefurcht sind. Die Höhe 
dieser Säulen beträgt fünf Durchmesser. 
Aus ganz anderen Elementen ist die in denselben Gräbern 
erhaltene, nachweislich älteste Form der Lotossäule entstanden. 
Mehrere Lotosstengel mit Bändern umwickelt und zusammen- 
gebunden, hierzu die geschlossene Lotosblüthe mit Abacus, geben 
Schaft und Capitell dieser, fast direct aus der Pflanzenwelt über-
        

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