Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207717
Der 
Styl. 
römische 
Auf einem cylindrischen, 23'023 Meter hohen Unterbau setzt 
sich eine halbkreisförmige Kuppel von 19112 Meter Höhe auf. Der 
innere Durchmesser ist nahezu gleich der Gesammthöhe und beträgt 
4349 Meter. 
Acht grosse Nischen, drei davon mit Halbkuppeln, fünf mit 
Tonnen überdeckt, schneiden in den Cylinder ein, um den in zwei 
Etagen Gebälke herumlaufen. Mit Ausnahme der Eingangsnische und 
der dieser gegenüberliegenden wird das untere Gebälk, wo es an den 
Nischen vorbeiläilft, von je zwei freistehenden korinthischen Säulen 
getragen. Die Kuppel ist mit fünf Reihen nach dem Zenithe kleiner 
werdender, plastischer, viereckiger Cassetten versehen, deren Rippen 
der Richtung der Kuppel folgen. 
Im Zenithe die einzige Lichtöffnung, kreisförmig im Durch- 
messer von 8'995 Meter. 
Das Aeussere lässt Cylinder und Kuppel deutlich erkennen. 
(Siehe Fig. 144 und 157.) 
Die Prostasis ist dreischifiig mit acht korinthischen Säulen in der 
V0rder-, drei Säulen in der Seitenansicht. Breite 34 Meter. 
Die Säulenbasis (siehe Fig. 153) zeigt die reiche composite Form 
und ist 1,2 Durchmesser hoch, der Schaft der Säulen ist uncannelirt, der 
der Anten cannelirt, das Capitell ausgesprochen römisch-korinthisch 
der besten Bildung, und über I Durchmesser hoch. Gesammthöhe der 
Säule 93,3, Durchmesser. Verjüngung des Schaftes nach oben um '15? 
Gebälk klar dreigetheilt. Kranzgesimse aus Kyma, Platte, Kyma, Platte 
und Sima bestehend. Architrawß, Fries-, Kranzgesimshöhe und Kranz- 
gesimsauslatlung in gleichen Dimensionen. 
Die Höhe des Gebalks ist  in der Säulenhöhe enthalten. 
Giebelgeison mit senkrecht gestellten Consolen. Giebeldreieck höher 
als lff, der Basis. Umrahmung und Flügel der Eingangsthiire erhalten. 
Die Thermen des Titus am Esquilin in Rom werden mit 
denen des Agrippa zu den ersten grossartigen Anlagen dieser Art 
gehört haben. 
Die Thermen Caracallas und Diocletians in Rom, die 
in ihrer Gesammtanlage besser erhalten sind, als die früheren, zeigen 
einen Mittelbail, der für die eigentlichen Baderäume bestimmt ist (siehe 
Fig. 14.3) und um den sich nach Aussen abgegriinzte Gartenanlagen 
mit Exedren, Theatern, Rennbahnen, u. s. w. gruppiren. Der Mittel- 
bau enthält neben anderen Räumen einen grossen mit Kreuzgeivölben 
überdeckten Raum d, der bei den Thermen Diocletians 584 Meter 
lang und 24 Meter breit ist. 
Die Kreuzgewölbe dieser Räume setzen je auf acht mächtigen 
Wandsäulen auf, welche über sich die Fig. I59 angegebene Bildung 
eines Gebälkstückes tragen. 
Die Verwerthung aller bis in diese Spätzeit ersonnenen Formen 
und Combinationen der Disposition und des Aufbaues nicht weniger 
als der ornamentalen und {iguralen Decoration in glänzendster Weise 
an einem Objekte, charakterisirt die Weise dieser Bauwerke. 
        

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