Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207650
I2O 
D er 
römische 
Styl. 
Ueber diesen Bögen zieht sich horizontal das gebälkförmige 
Gesims, unter dem sich decorative Halbsäulen vor die Pfeiler als 
Stützen und senkrechte Gliederung, die Kämpfergesimse durch- 
schneidend, vorlegen. Diese ganze, fest in sich geschlossene 
Form auf einen hohen postamentartigen Unterbau gestellt, 
der Basis und Deckgesims hat, wird nicht selten in mehreren 
Etagen übereinander angeordnet. 
Somit wird hier die Gebälkarchitektur zur Umrahmung des 
Bogens, und es erhalten die Säulenintervalle ein weitstelliges nahezu 
quadratisches Verhältniss. 
Fig 159. Bei den reichen Decorativbauten 
W131: erfährt das eben angegebene Formen- 
  system dadurch eine Bereicherung, dass 
  X an Stelle der Halbsäulenarchitektur die 
w  will:  Seite I I6 angegebene Bildung, mit ver- 
 „I  kröpftem Gebalke auf vor die NVand 
"Tliillllviv,   REH"? gestellten Saulen als Umrahmung des 
  i]: im   Bogens hinzutritt. 
Alf-Pi 5x - iyllw Der Schlussstein der architravirten 
-ji{'ii'   Willi?   Bögen wird als Stützpunkt des Gebälkes 
 v" zwischen den weitgestellten Säulen, 
ililrlli;liiiifii, [lll in Form einer. keilsteinartigen Console 
  Ä gebildet. Die zwischen Bogen, Pilaster 
   und Architrav resultirenden Dreiecks- 
 "iij I felder werden mit schwebenden oder 
l     sitzenden, diesen Flächen angepassten 
     Reliefßguren (Zwickelfiguren) ausge- 
1211"  i illäaiil  füllt. (Siehe Fig. 162, 164, 165.) 
Säule mit Gebälk-Stück als Ce-  Mit der mächtigen Entwicklung 
Wolbestutziä des Gewölbebaues im dritten und vierten 
Jahrhunderte geht ein sichtliches Verkennen der Bedeutung 
des Zusammenhanges und der Stellung von Säule und Gebälk zu 
einander Hand in Hand. Diese Formen, welche mit dem Gewölbe- 
bau ihrem Wesen nach nichts gemein hatten, werden mit der Ent- 
Wicklung desselben immer mehr aus dem structiven Organismus 
des Baues ausgeschieden. Sie legen sich nur mehr ledig alles Zusam- 
menhanges mit dem Ausdrucke der Construction ganz ohne 
organische Verbindung den W and- oder Pfeilerflächen vor. 
In den grossen Sälen der Thermen werden zwischen die 
Gewölbfüsse der Kreuzgewölbe und die Capitelle der unter den-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.