Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207597
114 
Der 
Styl. 
römische 
stellte Eckconsolen kommen nicht vor. Die Gesammthöhe des 
Kranzgesimses entspricht dem oberen Durchmesser der Säule 
oder übertrifft ihn. 
Die Ausladung des Kranzgesimses ist gleich der Höhe des- 
selben. Während also Architrav und Fries nahezu gleich hoch sind. 
übertrifft das Kranzgesims die beiden bedeutend an Höhe, wo- 
durch ein schweres, wuchtendes Verhältniss resultirt. 
Der Giebel hat kaum i]; seiner Basis zur Höhe. Die Consolen 
der Giebelhängeplatte stehen ebenso absolut senkrecht wie die 
des horizontalen Geisons.  
Waren die dorische und jonische Ordnung sehr einfach und 
nüchtern, die Hauptformen nur andeutungsweise gebend, gebildet, 
154- 
 
 
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 Meter. 
mit Reliefiigxlren. 
Pfeilerschaftes 
Decoration 
so ist die korinthische durchaus sehr reich an plastischer Auszier, 
und nicht selten auf Kosten der Klarheit der Anordnung. 
In dem Streben nach möglichster Bereicherung der Form 
schufen die Römer durch Combinirung der korinthischen und joni- 
sehen Ordnung eine composite Ordnung. 
Die Formen der compositen Ordnung sind eigentlich 
dieselben wie die der reichen korinthischen Ordnung, nur das 
Säulencapitell erfährt eine andere aus der Verbindung jonischer 
und korinthischer Form hervorgehende Bildung. Die Säulen dieser 
Ordnung (siehe Fig. 159 und 162) stehen nun immer auf hohen 
Postamenten, die letzteren sind eine Nothwendigkeit und bilden 
bei den gewaltigen Dimensionen der Gebäude ein Auskunftsmittel, 
um die Säulen selbst nicht zu hoch und damit auch das Gebälk 
nicht zu wuchtend gestalten zu müssen. Da aber jede Säule ihr
        

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