Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207519
Der römische 
Zumeist sind die NVände, Fig. 140, in drei horizontale Streifen 
getheilt und bestehen aus dem zumeist schwarz grundirten Sockel, 
dem in tiefen Farben, und den Dimensionen nach, am höchsten 
gehaltenen eigentlichen 
Weissen oberen Felde. 
XNandfelde, 
und 
einem 
lichten, 
selbst 
Der 
Sockel 
erhält 
zumeist 
VOH 
unten 
aufstrebende 
PHanzen- 
darstellungen mit Thierßguren zwischen architektonischen Orna- 
menttheiltlngen. 
Das Mittelfeld der Wand ist durch Pilaster, Säulchen oder 
Ornamentstreifen in kleinere Felder mit figürlichen Darstellungen 
b b 
Fig, 141 in Mitte derselben, getheilt, oder 
  _e  V  es ist mit einer phantastischen 
    Architektur aus dünnen Säulchen, 
    Gebälken, Nischen etc. decorirt, 
      
i      Fig. 141, welche diuichaus nicht 
         i; als DarstellungwirklicherGebaude 
i   .    H1  l l oder constrtictiverßautheile gelten 
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 wir   g]  ; soll, sondern nur den Zweck hat, 
 F) "ß     durch ihre formenreiche capri- 
lt F        ciöse Anordnung dem Beschauer 
 l  lli    l die Dimensionen der kleinen 
  l   i" W    n Räume vrösser erscheinen zu las 
   f",    "A;   b_   
t     sen, als sie wirklich sind. 
      Der oberste Streifen ist als 
 lichter und luftigster auch dem- 
    entsprechend decorirt. 
System der Deckendecoration des DieWenigenDeckenrFig'I42v 
Privathauses- welche erhalten, sind ebenfalls nur 
durch ein Linienspiel geometrischer Figuren mit dazwischen ange- 
brachten Thier- und Menschengestalten des Alltagslebens oder des 
Mythus gegliedert. 
Die Gesetze der Perspective sind nicht strenge eingehalten. 
Die schnelle Ausführung als Folge der Technik der Freskomalerei, 
die momentane Erfindung des gewandten Decorateurs, übertragen 
sich auf den Charakter dieses Decorationssystems. 
Der F ussboden ist in Mosaik ausgeführt, Wobei sich besonders 
der Mäander in Streifen oder ganzen Feldern, für diese Technik 
wie auch zum tektonischen Ausdrucke des Flächencontinuums 
besonders geeignet, häufig verwendet zeigt. Die Hgurale Darstellung 
kommt hier dagegen nur ausnahmsweise zur Anwendung. Auf
        

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