Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Styl-Lehre der architektonischen Formen des Alterthums
Person:
Hauser, Alois
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2206032
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2207470
IO2 
Der römische 
Styl. 
Tempel der Vesta in Tivoli. Die Decke des Peristyls ist cassettirt, 
die Felder derselben sindmit plastischen Hängerosetten versehen. Fig. I 36. 
Nach dem Gesagten tritt bei der Nachbildung der griechischen 
Ordnungen in frührömischer Zeit entweder eine grössere Verein- 
fachung der Formen im Sinne leichterer Ausführbarkeit oder eine 
ganz äusserliche Bereicherung durch derbplastische Ornamentirung 
und Uebereinanderhäufung von Gesimsgliedern ein. Die Ordnungen 
tragen demnach in dieser Uebergangszeit keinen einheitlichen Cha- 
rakter, da auch oft an ein und dem- 
lg 137 selben ObjCCtC gleichartige Thelle 
in nicht übereinstimmender, ungleich- 
! ä E massiver Weise durchcrebildetwurden. 
E2 1, i; e b 
E5 J XX E? Die Grabmäler sind Freibau- 
_  E E E E H ten, Welche in ihrer Hauptform, einem 
l E E E E E  E E l _ Tumulus über hohem Unterbau, die 
 E: 25' E E E2  E Nachbildung tuskischer Grabbauten 
i m EI Ei m t erkennen lassen. 
m n n m w f Grabmal der Cäcilia Metellabei 
E E E E E l Rom. Der Unterbau erhebt sich mit 
] ä ä  g  seinem Haupttheile, einem cylindrischen 
EI E] E. E] E]  Thurme vun 27 MeterDurchmesser, über 
EM E] E a E, E E. einem cublschen Sockel. Die Wand des 
EIIJ EJ EI E) EI EI Cylinders ist einfach quadrirt, unten 
EI E! E! E) E  mit Basis (Torus, Ablauf, Hohlkehle), 
  oben mit gräcisirendem Gesimse ver- 
El EI   sehen. Im Friese sind Stierschädel und 
n 1 EI m m m    
E E E] E E1 Festons in ununterbrochener Reihen- 
E] E E: E; folge angebracht. 
E! EI E! E] Die Gräber an der Gräberstrasse 
E, E] E Ei E] Ei Ei E.  in Pompeji, kleiner in den Dimen- 
E E E E E E E E sionen als die früheren ausgeführt, er- 
E     heben sich als Sarkophage oder altar- 
B Tk ähnliche Aufsätze oder als tempelartige 
asn z" kleine Gebäude mit Halbsäulen, über 
entsprechenden Stufenunterhauten. 
In den römischen Städten wurden die öffentlichen Gebäude 
für Cultus, Verwaltung, Rechtspflege, Handel u. s. w. zu Seiten 
der mit Säulenhallen umgebenen Hauptplätze: Fora, errichtet. 
Der seiner baulichen Form nach wichtigste und auch für 
spätere Style einflussreichste unter den genannten Profanbauten ist 
die Basilika. 
Die 
römische 
Basilika 
diente 
dem 
kaufmännischen 
Verkehr 
und 
den Berathungen 
des Gerichtshofes. 
Sie 
besteht 
demnach 
aus
        

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