Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1011287
VOM 
zum 
bis 
J uhrh. 
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in grosser Anzahl zu Grenoble und Nimesßm) Die Deputirten 
von Grenoble bestanden darauf, die Regierung solle das Triden- 
tinische Concilium nicht anerkennen; m) und beide Versammlungen 
ordneten an, die Protestanten sollten die Heirath Ludwigs XIII. 
mit einer spanischen Prinzessin hintertreiben. 153) Aehnliche An- 
sprüche machten sie darauf sich in die Vergebung von Civil- und 
Militärämtern einzumischen. Kurz nach dem Tode Heinrichs IV. 
bestanden sie in einer Versammlung zu Saumnr darauf, dass Sully 
in gewisse Aemter, aus denen er nach ihrer Meinung ungerecht 
entfernt war, 154) wieder eingesetzt werden sollte. Im Jahre 1619 
erklärten sie in einer andern Versammlung zu Loudun, einer der 
protestantischen Räthe des Pariser Parlaments müsse entlassen 
werden, weil er katholisch geworden sei, und aus demselben Grunde, 
dass Fontrailles das Gouvernement von Lectoure genommen werden 
solle, da auch er dem Beispiele," das nicht selten war, seine Secte 
zu verlassen, um den vom Staat anerkannten Glauben anzunehmen, 
gefolgt sei. 155) 
Um alles dies zu befördern und die religiöse Erbitterung noch 
mehr zu reizen, veröffentlichten die bedeutendsten protestanti- 
schen Geistlichen eine Reihe von Werken, die in ihrer Bitterkeit 
schwerlich je erreicht und sicherlich nie übertroffen worden sind. 
Den bittren Hass, mit dem sie ihre katholischen Landsleute be- 
trachteten, können nur die vollständig würdigen, welche einen Blick 
in die Broschüren geworfen haben, die von den Französischen Pro- 
testanten während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschrie- 
ben wurden, oder welche die ausgearbeiteten und förmlichen 
Abhandlungen solcher Männer wie Chamier, Drelincourt, Moulin, 
Thomson und Vignier gelesen haben. Ohne mich jedoch dabei 
aufzuhalten, wird es vielleicht hinlänglich scheinen, wenn ich der 
45') Oapeßguefs Richelieu I, 123. 
'52) Uapeßgue I, 123; Bazin, Hist. de Louis XIII. I, 364; Benoist, Hist. de 
Wdit de Nantes II, 183; Mem. de Rolnm I, 130. 
m) Üvlpefigufs Richelieu I, 124; Mem. de Pontchartrain II, 100; Le Vassor, 
Hi-Yt- de Louis XIII. II, 333, 334. Die Folge wer, dass der König eine mächtige 
Escorte abschicken musste, um seine Braut gegen seine protestantischen Unterthanen 
111 beschützen. Mem. de Richelieu I, 274. 
m) Uapejigue": Richelieu I, 38; Benaist, Hist. de Pädit de Nrmtes II, 28, 29, 63. 
 '55) Mem. de Fontenay Mzweuil I, 450; Meän. de Bassompierre 11, 151_ Ein ähn- 
hoher Fall ist der von Berger, Benoisl, Hist. de Wedit de Neuntes II, 136, den die 
Protestanten seines Amtes zu berauben suchten, "weil er ihren Glauben verlassen hatte".
        

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