Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014403
Unmittelbare Ursachen der Franz. 
Revolution. 
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der Symmetrie der mathematischen Berechnung unterworfen werden 
können, hiess eine grossartige Bereicherung unserer Wissenschaft 
vornehmen; noch bedeutender aber scheint'es mir zu sein, dass 
diese Entdeckung auf eine Annäherung zu der glänzenden Idee 
hindeutet, dass Alles was geschieht unter Gesetzen steht und dass 
Verwirrung und Unordnung unmöglich sindßsü) Denn durch den 
Beweis, dass auch die wunderlichsten und sonderbarsten Formen 
der Mineralien die natürlichen Folgen ihrer Antecedentien sind, 
legte Haüy so zu sagen den Grund zu einer Pathologie der unor- 
ganischen Welt. Wie paradox eine solche Ansieht auch scheinen 
mag, es ist gewiss, dass Symmetrie für die Krystalle das ist, was 
Gesundheit für die Thiere ist; eine Unregelmässigkeit in der Ge- 
stalt der Ersteren entspricht also einer Krankheitserscheinung bei 
den Letzterenßsl) Als sich daher die Gedanken der Menschen mit 
der grossen Wahrheit befreundet hatten, dass es genau genommen 
im Mineralreiche keine Unregelmässigkeit gebe, wurde es ihnen 
leichter die noch höhere Wahrheit zu fassen, dass das nämliche 
Princip für das Thierreich gilt, obgleich es wegen der grösseren 
Verwickelung der Phänomene lange währen wird, bis wir hier zu 
einem gleichen Beweise gelangen. Dass er aber möglich sei, ist 
aufzusteigen. Dies ist interessant, denn es ist der Methode der besten Pathologen 
entsprechend, welche ihren Gegenstand wissenschaftlich mehr in den physiologischen 
Erscheinungen, als in den pathologischen zu erfassen suchen, vom Normalen zum 
Abnormen herniedersteigend. „La symmilrie des fermes sous Zesquelles se präsen- 
teni les solides que nous lwoazs eonslderäs jusqu'ici, nous a fourni d es d an n 6 es 
pour exprimer les lois de drferoissemens demt oes solides sont suseeptiöles." Haüy, 
134112335 de nzilzämloyie I, 442; vergl. II, 192.  
136) "(In eoup d'oeil peu uttemif, 1m sm" les cristaux, les ßt appeler d'abord de 
pure je um de la natura, ce qui Wetoit qu'une nmniere plus älägante de faire Faveu 
de son iynorance. Un examen nffläolli nous y däeouwre des lois dnrranye-lnent, ä l'aide 
desquelles le ouleul rcpräsenle et enehainc l'un ä l'autre les nfsultats olzserväs; lois sl 
variables et an mäme temps sipräcises et si rägulieres; ordivzairement träs simples, sam- 
fien perdre de lem- fäeondlte." Haüy, Mmämlogie v. I, p. XIII, XIV. Und v. 11,57: 
Unölre bat, qui eat de prouwer que les let's zfoü däpeml la slruetzwe du cristdl 60m3 les 
plus simples possilzle dans leur ensenzble." 
437) Ueber die merkwürdige Kraft der Krystalle wie der Thiere, ihre eignen 
Schäden wieder gut zu machen, siehe. Pagefs Pathologie, 1835, I, 152, 153, wo er die 
Experimente Jordanls über diesen seltsamen Gegenstand bestätigt: „Die Fähigkeit, 
Schäden, die ihnen zugefügt wurden, wieder zu bessern, kommt nicht den lebenden 
Wesen ansschliesslich zu; selbst Krystalle stellen sich wieder her, wenn Stücke von 
ihnen abgebrochen sind und sie dann wieder in dieselben Verhältnisse gebracht wer- 
den, unter denen sie gebildßf Wurden."
        

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