Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014213
346 
Ursachen 
Unmittelbare 
der Franz. 
Revolution. 
Er studirte die Art und Weise, wie jedes Gewebe durch Feuchtig- 
keit, Luft und Temperatur afiizirt wird; ebenso wie ihre Eigen- 
schaften durch verschiedene chemische Substanzen verändert wer- 
den m) und selbst wie sie auf den Geschmack wirkenßii) Dadurch 
und durch eine Menge anderer Experimente mit derselben Absicht 
that er plötzlich einen so grossen Schritt vorwärts, dass er nicht 
nur als Neuerer in einer alten, sondern als Schöpfer einer neuen 
Wissenschaft betrachtet werden muss. 147) Zwar haben spätere 
Beobachter einige seiner Schlüsse berichtigt, aber nur, indem sie 
seine Methode fortsetzten. Ihr Werth ist jetzt so allgemein aner- 
kannt, dass sie fast von allen den besten Anatomen angenommen 
worden ist. Wenn sie auch in andern Punkten von ihm abweichen, 
so stimmen sie doch mit ihm über die Nothwendigkeit überein, 
den künftigen Fortschritt der Anatomie auf die Kenntniss der Ge- 
webe zu gründen, deren höchste Wichtigkeit Bichat zuerst einge- 
sehen hatte. 148) 
Geweben vernachlässigten. Dasselbe bei Robin et Verdeil, Chimie anatomique, 1853, 
l, 45, und bei Henle, Traitä dVmatomie, vol. I, S: VII, Paris 1843. Dass die Ana- 
tomie der Struetur und die Entwickelung der Strructur der Pathologie zum Grunde 
gelegt werden müssen, wird ferner bemerkt in Simon's Pulk. 1850, S. 115, der das 
Hauptverdienst in rationaler Pathologie Henle und Sehwann zuschreibt; dabei vergisst 
er zu bemerken, dass sie nur Bichafs Plan ausführten, und (mit aller Achtung für 
diese ausgezeichneten Männer sei es gesagt) ihn weit weniger umfassend dnrchführten, 
als ihr grosser Vorgänger. Vergl. Williamaf Prineiples of medlcine, 1848, S. 67. In 
Broussais Examen des doetrines mädieales IV, 106, 107, sind einige gerechte und 
liberale Bemerkungen über die grossen Dienste, die Bichat der Pathologie geleistet. 
Siehe auch Beolard, Anatomie, Paris 1852,_S. 184. 
'45) Biohat, Anal. gen. I, 51, 160, 161, 259, 372; II, 47, 448, 449; III, 33, 
168, 208, 209, 406, 435; IV, 21, 52, 455-461, 517. 
'46) Nach Comte, Philos. pos. III, 319, hat Niemand vor Bichat daran gedacht. 
Robin und Verdeil in ihrem neuesten grossen Werk geben vollkommen zu, dass es 
nothwendig sei, sich dieses vMittels zu bedienen. Ohimie emat. 1853, I, 18, 125, 182, 
357, 531.      
447) „V0n der Zeit an schuf er eine neue Wissenschaft, die allgemeine Anatomie." 
Pinel, Sm" Biclmt, S. X11: "Bichat kommt in Wahrheit der Ruhm zu, dass er zuerst 
den Plan zu einer neuen Anatomie gefasst und ausgeführt." Bouillauol, Phil. wzädicale, 
S. 27: "Bichat war der Schöpfer der Histologie, indem er jeder Klasse von Geweben 
einen bestimmten Charakter anwies. Burelack, Physiologie VII, 111: "Der Schöpfer 
der allgemeinen Anatomie war Bichat." Heule, Anatomie I, 120. Aehnliche Bemer- 
kungen linden sich in ßoint-Hilaire, Anomalles de Poryanisalion I, I0, und in Robin 
et Verdell, Ohimie anal. I, S. XVIII, vol. III, 405.  
'48) In Bäclurd, Anal. gen. 1852, S. 61 wird gesagt: „La rechercke de ces iissus 
ÄlJmen-tairesyou Klemmt: organiqzies, est deomue la preoccupation presqzoe exelusloe des
        

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