Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014152
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Unmittelbare 
der Franz. 
Ursachen 
Revolution. 
sich dann aber auch schnell fast nach jedem Punkte des Geistes 
der Nation ausbreitete. In der Physik brauche ich nur Dalton, 
Davy und Young zu erwähnen; jeder von ihnen War in seinem 
Fache der Gründer einer neuen Epoche; über andere Gegenstände 
beziehe ich mich nur zuerst auf den Einfluss der Schottischen 
Schule, und zweitens auf die plötzliche und wohlverdiente Be- 
wunderung für die Deutsche Literatur, die besonders Coleridge 
herbeiführte, und welche dem Englischen Geiste einen Geschmack 
für höhere und kühnere Begriffe einflösste, als man bisher gekannt 
hatte. Die Geschichte dieser grossartigen Bewegung, welche zeitig 
im 19. Jahrhundert begann, wird in den künftigen Bänden dieses 
Werks aufgezeichnet werden. Hier bemerke ich dies nur, um die 
Thatsache zu erläutern, dass bis zum Anfange jener Bewegung die 
Engländer zwar den Franzosen in mancher Angelegenheit von 
äusserster Wichtigkeit überlegen waren, aber doch lange Jahre 
hindurch unter ihnen standen hinsichtlich der weiten philosophi- 
schen Gesichtspunkte, ohne welche nicht nur die geduldigste Arbeit 
nichts nutzt, sondern sogar wirkliche Entdeckungen ihren Werth 
verlieren, weil man nicht an solche Verallgemeinerung gewöhnt 
ist, wodurch sie mit einander in Verbindung-gesetzt, und ihre ge- 
trennten Bruchstücke zu einem grossen System vollständiger und 
harmonischer Wahrheit consolidirt werden. 
Das Interesse, welches sich an diese Forschungen knüpft, hat 
mich verleitet, sie ausführlicher zu behandeln, als ich beabsichtigte; 
vielleicht ausführlicher, als es sich für den anregenden und vor- 
bereitenden Charakter dieser Einleitung passt. Aber der ausser- 
ordentliche Erfolg, womit die Franzosen jetzt die Naturwissenschaft 
betrieben, ist so merkwürdig wegen seiner Verbindung mit der 
Revolution, dass ich noch. einige hervorragende Fälle anführen 
muss. Der Kürze wegen will ich mich jedoch auf die drei Abthei- 
lungen beschränken, welche man zusammen Naturgeschichte nennt. 
-In allen dreien wird sich zeigen, dass es die Franzosen der letzten 
Hälfte des 18. Jahrhunderts waren, die darin die bedeutendsten 
Fortschritte machten. 
In der ersten Abtheilung, nämlich der Zoologie verdanken wir 
den Franzosen des 18. Jahrhunderts die allgemeinen Begriffe, welche 
in dieser Wissenschaft noch immer das Höchste sind. Im richtigen 
Sinne besteht die Zoologie nur aus zwei Theilen, dem anatomi- 
schen, ihrer Statik, und dem physiologischen, ihrer Dynamik. 
Der erste bezieht sich auf die Bildung der Thiere, der andere auf
        

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