Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014119
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Unmittelbare Ursachen 
der 
Franz. 
Revolution. 
schungen über die organischen Veränderungen der 'l'hiere, welche 
auf dieser Oberfläche gelebt. 
Wie vollständig wir diesen ungeheuren Schritt Frankreich ver- 
danken, ist klar, nicht blos aus der Rolle die Cuvier spielte, son- 
dern auch aus der unbestrittenen Thatsache, dass wir Frankreich 
unsere Kenntniss der tertiären Strata verdanken, 129) in denen die 
organischen Ueberreste am zahlreichsten und die allgemeine Ana- 
logie mit unserm gegenwärtigen Zustande am genauesten istf") 
Auch noch ein anderer Umstand deutet ebendahin, nämlich dass 
die erste Anwendung der Prineipien der vergleichenden Anatomie 
auf das Studium fossiler Knochen auch das Werk eines Franzosen, 
des berühmten Daubenton war. Bisher waren diese Knochen der 
Gegenstand dummer Verwunderung gewesen; Einige sagten, sie 
Wären vom Himmel geregnet, Andere, sie waren die gigantischen 
Gliedmassen der alten Patriarchen, die man für gross hielt, weil 
sie so alt waren. m) Solche thörichte Gedanken Wurden durch 
Daubenton in einer Denkschrift, die er 1762 herausgab, für immer 
beseitigtfl") Dies geht uns jedoch hier nur soweit an, als es von 
m) Vergl. Oonybeards Report on geol. 371, Breit. assot. for 1832, mit Bakewelfs 
Geol. 367, 368, 419 und Lyelfs Geal. 59. 
m) ln der älteren Hälfte der secnndären Felsen finden. sich kaum Siiugethiere, 
und werden erst in der tertiären Schicht häufig. Murchiswfs Silurzkz 466, 467; und 
bltrickland, On omitlzoloyy 210; Brit. assoc. fer 1844. S0 auch im Püanzenreich 
gehören viele der Piianzen in der_ Tertiärbildung zu den noch existirenden Geschlech- 
tern; aber dies ist selten der Fall in der seeundiircn Schicht; während in der primären 
selbst die Geschlechter von denen, die sich jetzt auf der Erde finden, verschieden 
sind. BrdfoMJs Botamy 592, 593. Vergl. Wi1sen's Zusätze zu Jussizrafs Bolzmy 1849, 
S. 746; und weitere Erläuterung dieses merkwürdigen Gesetzes des Verhältnisses der 
vorrückenden Zeit und der abnehmenden Aehnlichkeit, ein Gesetz, das uns auf die 
merkwürdigsten Speculationen führt, siehe Hitclwoclfs Gaul. S. 183; Owcrfs Lealzwes 
0M tlw ineeriebrata, 1855, 38, 576. 
429) Geoßroy St. Hildire, Anamalies de Porganis. I, 121-127: hat einige Zeug- 
nisse über die Meinungen beigebracht, die man früher über diese Gegenstände hegte. 
Unter andern erwähnt er einen Gelehrten und Akademiker, der, glaub' ich, auch ein 
Theologe war, Namens Henrien. Dieser pnblieirte 1'718 ein Werk, in dem er Adam 
das Mass von 123 Fuss 9 Zoll beilegte; Noah war 20 Fuss kürzer, und so fort. Die 
Elephantenknechen wurden für Riesenknoehen gehßltcrl; ein hübscher Fall findet sich 
bei Cuvier, Hist. des scimces II, 43. 
499) „Daubenton d le premier dätruil touics cßs idäes; {l d lc premicr appiqzaä 
fdnatomie compdräc ä la ddtco-mination de ces os     le mämoirc oü Ddubenton a 
Ientä, pour ld premfcre fais, la solution de ce probläme inzportant, est de 1762." 
Flourcwe, Tmvaux de 02m1"); 36, 37. Ayassiz, Rrporf 0M fossil jislzcs, 82. Bril. assoc.
        

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