Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014069
Unmittelbare 
Ursachen 
der Franz. 
Revolution. 
331 
mit der terrestrischen Einrichtung der grössten Massen. So be- 
rühren der Chemiker durch seine Kleinheit und der Geolog durch 
seine Grösse die beiden Extreme des stofflichen Universums; und 
durch ihren Ausgang von diesen entgegengesetzten Punkten haben 
sie, wie ich leicht beweisen könnte, eine immerwachsende Tendenz, 
Wissenschaften in ihre Gewalt zu bringen, die jetzt unabhängig 
sind, und die wegen der Theilung' der Arbeit immer noch mit Be- 
quemlichkeit abgesondert betrieben werden, obgleich es die Auf- 
gabe der sogenannten Philosophie ist, sie in ein vollständiges und 
wirksames Ganzes zu fassen. Es ist in der That leicht zu begreifen, 
wenn wir alle Gesetze der Zusammensetzung der Materie kennten, 
und eben so alle Gesetze ihrer Lage, so würden wir auch alle 
Veränderungen kennen, deren die Materie in ihrer eigenen Ent- 
wickelung, d. h. ungestört durch den Geist des Menschen fähig ist. 
Jede Erscheinung, die irgend eine Substanz zeigt, muss verursacht 
werden, entweder durch etwas, was in der Substanz vorgeht, oder 
durch etwas, was ausser ihr vorgeht, aber auf sie wirkt; und was 
innerhalb derselben vorgeht, muss sich durch ihre eigne Composition 
erklären lassen, was von aussen geschieht, muss von ihrer Lage 
herrühren, die sie zu den Gegenständen hat, welche Einfluss auf 
sie äussern. Dies ist eine erschöpfende Aufstellung von Allem, 
was möglicherweise stattfinden kann, und Alles muss sich unter 
die Gesetze der einen oder andern Art bringen lassen; selbst die 
geheimnissvollen Kräfte, seien sie nun Ausflüsse der Materie, oder 
bloss Eigenschaften der Materie, müssen in letzter Analyse entweder 
von dem innern Arrangement, oder von der äussern Lage dessen, 
was ihnen physisch voraufgeht, abhängen. Wie'bequem es daher 
auch sein mag, bei dem jetzigen Zustande unsrer Wissenschaft von 
Lebensprinzipien, imponderabeln Flüssigkeiten und vom elastischen 
Aether zu sprechen, solche Ausdrücke können nur vorläufig sein 
und müssen als blosse Namen für den Rest unerklärter Thatsachen 
gelten, die zukünftige Zeitalter unter allgemeine Gesichtspunkte zu 
bringen haben, weitgreifend genug, das Ganze zu übersehen und 
einzuschliessen. 
Diese Begriffe von Zusammensetzung und von Lage sind also 
die Grundlage aller Naturwissenschaft, und so kann es nicht über- 
raschen, dass Chemie und Geologie, ihre besten, wenn auch noch 
doch mit ihrer Hülfe die Lehre 
Grundpfeiler der Chemie bilden. 
V01] 
den 
bestimmten Proportionen 
welche 
den
        

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