Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1014054
330 
Unmittelbar: 
Ursachen 
der 
Franz. 
Rew 
alution. 
die Vermehrung der Zahl bekannter Wahrheiten lässt sich nicht 
bestreiten; zugleich wurden aber Entdeckungen anderer Art ge- 
macht, welche, weil sie handgreiilicher mit der sichtbaren Welt zu 
thun hatten, und deswegen leichter verstanden wurden, unmittelbar 
grössere Folgen hervorbrachten, und wie ich gleich zeigen werde, 
einen merkwürdigen Einfluss auf die Stärkung der demokratischen 
Richtung ausübten, welche die Französische Revolution begleitete. 
In den Grenzen, die ich mir vorgezeichnet habe, kann ich entfernt 
keinen angemessenen Begriff von der wunderbaren 'l'hätigkeit geben, 
womit die Franzosen jetzt ihre. Untersuchungen in jedem Zweige 
der organischen und unorganischen Welt förderten; dennoch halte 
ich es für möglich, von den hervorspringendsten Punkten eine 
solche Uebersicht zu geben, dass der Leser sich eine Vorstellung 
machen kann von den Leistungen der Generation grosser Denker, 
die in Frankreich während der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts 
blühte.   
Beschränken wir unsern Blick auf den Erdkreis den wir be- 
wohnen, so müssen wir zugeben, dass Chemie und Geologie nicht 
nur das Beste versprechen, sondern auch schon die bedeutendsten 
allgemeinen Gedanken umfassen. Der Grund davon wird einleuch- 
ten, wenn wir auf die Begriffe achten, welche diesen beiden grossen 
Gegenständen zum Grunde liegen. Der Begriff der Chemie ist das 
Studium der Zusammensetzung, m) die Idee der Geologie das der 
Lage. Der Gegenstand der ersteren ist, die Gesetze zu entdecken, 
welche die Eigenschaften der Materie beherrschen; der Gegenstand 
der zweiten ist, die Gesetze kennen zu lernen, welche seine Oert- 
lichkeit bestimmen. In der Chemie experimentiren, in der Geologie 
beobachten wir. In der Chemie beschäftigen wir uns mit dem 
molecularen Arrangement der kleinsten Atome;  in der Geologie 
spätem Stufe ganz leicht und so natürlich, dass er pft uothwendig genannt wird. 
Zweitens, so unauflöslich die Verbindung von Kraft und Materie scheinen mag, so 
fand sich doch, dass sie der dynamischen Theorie von Leibnitz nicht im Wege Stand, 
und andere ausgezeichnete Denker haben sich von ähnlichen Ansichten dadurch nicht 
abhalten lassen. Auch sind Berkeley's Argumentationen zwar fortdauernd angegriffen, 
aber nie widerlegt worden. 
.415) Jede chemische Scheidung ist ja nur eine neue Form von Verbindung. Robin 
et Verdeil, Ckionvie cmatomique I, 455, 456, 498: um um; am ü räume, que h, 458- 
solution est um aus pm-ticulier de combmaison." 
H6) Was man irrig die atomistische Theorie nennt, ist genau genommen eine 
Hypothese, und keine Theorie; aber obgleich es eine Hypothese ist, so wenden wir
        

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