Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1013977
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Unmittelbare 
Ursachc 
Franz. 
Revolution. 
und das Urtheil auch nur eine Empfindung ist f?) so müssen alle 
Begrilfe von Pflicht und Tugend nach ihrem Verhaltniss zu den 
Sinnen geprüft werden. Mit andern Worten, nach der Masse phy- 
siseher Lust, welche sie erregen. Dies ist die wahre Grundlage 
der Moralphilesophie; bei jeder andern Ansicht lassen wir uns nur 
durch eonventionelle Ausdrücke betrügen, die keine andere Begrün- 
dung haben, als die Vorurtheile unwissender Menschen. Unsre 
Laster und unsre Tugenden sind bloss das Erzeugniss unsrer 
Leidenschaften, und unsre Leidenschaften werden durch unsre phy- 
sische Reizbarkeit für Schmerz und Lust erzeugt. i") Auf diese 
Weise entstand zuerst der Sinn für Gerechtigkeit. Der physischen 
Empfindung verdanken die Menschen Lust und Schmerz, daher 
das Gefühl ihrer eigenen Interessen und folglich das Verlangen, in 
Gesellschaften zusammen zu leben. Als sie sich zur Gesellschaft 
zusammen gefunden hatten, erwuehs der Begriff eines allgemeinen 
Interesses, denn ohne ihn konnte die Gesellschaft nicht zusammen 
halten; und da die Handlungen nur recht oder unrecht sind in 
dem Verhältniss, wie sie zu diesem allgemeinen lnteresse beitragen, 
so wurde eine Maassregel ergriffen, Gerechtigkeit von Ungerechtig- 
keit zu unterseheidenßi) In demselben unbeugsamen Geiste und 
mit grosser Fülle und vielen Beispielen untersucht Helvetius den 
Ursprung der übrigen Gefühle, welche die menschlichen Handlungen 
bestimmen. S0, sagt er, sind Ehrsueht und Freundschaft ganz 
und gar das Werk physischer Empfindung; die Menschen trachten 
nach Ruhm, entweder wegen des Vergnügens, das sie von seinem 
blossen Besitze erwarten, oder weil er ein Mittel ist, ihnen nachher 
andere Vergnügungen zu verschaffen. M") S0 ist auch der einzige 
Nutzen der Freundschaft, unsre Lust zu vermehren oder unsre 
 m) „D'oü je conclus qm toul jäogemenl n'est qu'une scnsatiou." De Pesprit I, 10; 
"Juyev, comme je i'm" defiä prouvä, n'est proprenzent que sentir." 41. 
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 , e w 868 pasaums, qu zl duzt tous ses vwes et toutes ses 
vertus." Ibid. II, 53; und siehe I, 239, 
M) uUm fois pawm" ä am? 915'175, je däcouwe facilmnent Zu source des vertua 
äumaines; je egnis que sums Zu sensibilitä ä la douleur et au plaisir phygiqug, {es 
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