Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1013831
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Unmittelbare 
Franz. 
Ursachen der 
Revolution. 
begünstigt worden ist. In den Republiken der Schweiz, Nord- 
amerika's und Hollands war der Calvinismus immer der Volks- 
glaubef") ln jenen bösen Tagen dagegen, unmittelbar nach dem 
Tode der Elisabeth, als unsere Freiheiten in der drohendsten Gefahr 
schwebten, als die Kirche von England mit Unterstützung der Krone 
die Gewissen der Menschen zu unterjochen versuchte, und der 
ungeheuerliche Anspruch des Bisehofthums, dass es von Gottes 
Gnaden sei, zuerst aufgestellt wurdeßä) damals war es, dass der 
Arminianismus die Lieblingslehre der Talentvollsten und Ehrgei- 
zigsten in der Priesterpartei wurdeß") Und in der scharfen Züch- 
tigung, die darauf folgte, waren die Puritaner und Independenten, 
die die Strafe austheilten, fast ohne Ausnahme Oalvinistenß") Auch 
dürfen wir nicht vergessen, dass die erste offene Bewegung gegen 
Karl I. von Schottland ausging, wo die Prinzipien Calvins so lange 
geherrscht hatten. 
Diese entgegengesetzte Tendenz der beiden Glaubensbekennt- 
nisse tritt so deutlich hervor, dass eine Untersuchung ihrer Ur- 
34) Die Niederländische Kirche adoptirte zuerst als Glaubensutikel die Genfer 
Lehre von der Gnadenwahl. Moslieim, Ecclxhist. II, 112; Sinclairüv Oorresp. II, 199; 
Coventryfs Speech in 1672, in Parl. hisi. IV, 537; und Stäudlin, Gesch. der tkeol. 
l-Vissensclwajien 1, 262: „1n den Niederlanden wurde der Oalv. LehrbegriH zuerst in 
eine scholastische Form gebracht." 
Ueber den Calvinismus in Nordamerika vcrgl. Banaroffs Ameriaam revol. I, 165, 
"173, 174, Il, 329, 363, III, 213; LyelFs Second visit to tke United Staates I, 51; 
Combeiv Notes am tlze United Statcs I, 35, 99, 223, 111., S8, 118, 219, 226. 
35) Es wird bisweilen gesagt, Bancroft habe dies schon 1588 behauptet; dies 
scheint ein Irrthum zu sein; Hallam findet keinen Fall vor der Regierung Jakob's I. 
(Jonst. bist. I, 390. Das Dogma, obgleich neu in. der anglicanischen Kirche, war von 
hohem Alter. Ueber seinen Ursprung unter den ersten Christen siehe Klimratlz, Hisl. 
du droit I, 253. 
36) Die Verbreitung des Arminianismus wurde unter Karl I. oft im Parlament er- 
wähnt. Parl. bist. II, 444, 452, 455, 470, 484, 487, 491, 660, 947, 1368. Ueber 
die Abnahme des Calvinismus in Oxford und Cambridge im Anfange des 17. Jahr- 
hunderts siehe einen merkwürdigen Brief von Beule in Boyleßr Werks V, 483; und 
über diese Bewegung in der Kirche nach Elisabeth vergl. Yangäs Diary 93, ed. 
Oamdeu Soc. 1848; Ormds Lvjfe of Owen 32; Hawisäs Lives of the Stum-ts I, 154-56, 
II, 208, 213, 214; Hutclzinsorfs Mem. 66, 77; Hullamär Oomt. hist. I, 466; Des 
Maizeauaüs Life qf Ohillinyworih, 112. 
37) Ueber den Galvinismus der Gegner des Königs siehe Clarendoefs Rebellion 
36, 37; Bulstrodzfs Mem. 8, 9; Burtonäv Diary III, 206; Carlylefs Uromwell I, 68; 
über seinen Einfluss im Unterhause im Jahr 1628 siehe CarwithenÄs Hist. of the 
church of England II, 611.
        

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