Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1013774
302 
der 
Unmittelbare Ursachen 
Franz. 
Revolution. 
welches die Bildung religiöser Anstalten ohne die Einwilligung der 
Krone verbot; diese Einwilligung müsse in einem Patente gehörig 
ausgesprochen und im Parlament registrirt sein; wirksame Vor- 
sichtsmaassregeln und sie zeigten, wie der grosse Historiker von 
Frankreich sagt, dass Machault nicht nur den Zuwachs, sondern 
sogar das Dasein solcher geistlichen Besitzungen als einen Uebel- 
stand im Königreich betrachteteßä) 
Dies war ein ausserordentlichei- Schritt der Französischen Re- 
gierung; was aber darauf folgte, zeigte, dass es nur der Anfang 
"eines viel ausgedehnteren Planes warum) Machault wurde nicht 
nur nicht getadelt, sondern ein Jahr nach der Erlassung seines 
Edicts erhielt er zu seiner Stelle noch das Amt des Siegelbewah- 
rersj") Denn wie Lacretelle bemerkt: „Der Hof war der Ansicht, 
die Zeit sei jetzt gekommen, das Eigenthum der Geistlichkeit zu 
besteuernßls) Während der 40 Jahre, die zwischen dieser Periode 
und" dem Beginn der Revolution verliefen, herrschte die feindliche 
Politik gegen die Geistlichkeit vor. Unter Machaulifs Nachfolgern 
waren die einzigen drei Männer von Talent Choiseul, Necker und 
Turgot, und alle drei waren starke Gegner der Geistlichkeit, die 
in der Generation vorher kein Minister Würde angegriffen haben. 
Und nicht nur diese bedeutenden Staatsmänner, sondern sogar so 
unbedeutende wie Oalonne, Malesherbes und Terray sahen es als 
eine politische That an, Privilegien anzugreifen, die der Aberglaube 
geheiligt und welche die Geistlichkeit bisher dazu verwandt hatte, 
einestheils ihre Macht zu erhöhen, anderntheils die luxuriösen 
und ausschweifenden Sitten, welche im 18. Jahrhundert eine 
Schmach für den geistlichen Stand waren, zu befriedigen. 
45) uhzissant wir dzms touta cette Zoi, qm est assez langem, qu'il reyzordoit non- 
seulcvnent Vaccroissewzeht, nzais Fexisience de ces propriätäs evclesiastiqzees, comme 2m, mal 
paar le royaume." Sismondi, Hist. de Fmmce XXIX, 21. Dies, denke ich, ist das 
Edict, welches Turgot erwähnt; er wünschte das Prinzip noch weiter zu treiben. 
Oemz. de Twgot III, 254, 255; eine kühne und treffende Stelle. 
46) Mably erwähnt die Aufregung in Folge dieses Verfahrens von Machault, Observ. 
sur lihist. de Francell, 415: „0n attagua alors, dans ßlüsieurS äcrits, les inzmunitää 
du clergä." Ueber den Unwillen des Klerus gegen den Minister siehe Sägur, Souvenirs 
I, 35; Soulawie, Rägne de Louis XVI, I, 283, 310, II, 146. 
  v") „1750 Machault obtint les sceaux en conservant Ze oyontröle-gänäral." Biogqj. 
"Ww. XXVI, 46. 
48) UCvy-gyait surloitt que le temps ätait venu afimposer les lriens du clergä." 
-Lacretelle, 18a szfäole I1, 107. Fast die nämlichen Worte braucht-die Biog. univ. 
XXVI, 46. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.