Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010949
VOM 
16. bis zum 
J ahrh. 
19 
des Wesens aller Wesen, der letzten Ursache der ganzen Schöpfung 
bewundereßl)  
Dies sind die Ansichten, welche im Jahr 1601 zum ersten 
Mal in seiner Muttersprache dem Französischen Volke vorgelegt 
wurden-ä?) Der skeptische und weltliche Geist, dessen Repräsen- 
tanten sie waren, wuchs fort, und wie das 17. Jahrhundert vor- 
rückte, nahm der Fanatismus ab und sein Verschwinden beschränkte 
sich nun nicht mehr auf wenige vereinzelte Denker, sondern wurde 
allmählig allgemein, selbst unter ganz ordinären Politikern. 
Die Geistlichkeit merkte die Gefahr und verlangte von der Regie- 
rung, sie solle den Fortschritt der Forschung hemmenfl) ja der 
Papst selbst machte bei Heinrich IV. eine förmliche Vorstellung, 
und drängte ihn, dem Uebel abzuhelfen und die Ketzer zu verfol- 
gen, von denen, w-ie er meinte, das ganze Unheil ursprünglich 
herrühreßä) Aber dies schlug der König standhaft ab. Er sah 
n 
51) De la Sagesse I, 356, 365. Zwei prächtige Stellen. Aber das ganze Kapitel 
ist lesenswerth. Buch Il, cap. V. Hin und wieder herrscht darin eine gewisse Zwei- 
deutigkeit; Tennemann jedoch versteht Charron in dem wichtigsten Punkte, nämlich 
in der Lehre von der ewigen Verdammniss, so wie ich. Gen-oh. der Plzilos. IX, 473. 
59) Qie erste Ausgabe von La Sagesse wurde in Bordeaux 1601 verölfentlicht. 
Niceron, Honzmes illustren: XVI, 224; Hallmifs Lit. of Europe II, 509; Biogr. zum). 
VIII, 250. Nachher 1604 und 1607 wurden noch zwei Ausgaben gemacht. Bmmet, 
Manual du libmire I, 639. 
53) Sismondz", Hist. des Frangais XXII, 86, und Lavalläe, Hist. des Fn-ancais III 
84, sprechen von dieser Verminderung des religiösen Eifers in der ersten Zeit des 
17. Jahrhunderts. Auch in einer Correspondenz von Duplessis Mornay finden sich 
einige interessante Belege, z. B. der Brief an Diodaty vom Jahre 1609: "Bei Vielen 
muss man heut zu Tage damit anfangen, dass es eine Religion gäbe, ohne ihnen zu 
Sagen, was für eine." Duplessis Mäm. et com-esp. X, 415. Diese Mittel- oder welt- 
liche Partei erhielt den Namen: die Politiker, und wurde 1592 oder 93 mächtig.- 
Bmoist, Hist. du Vädii de Nantes I, 113, sagt unter dem Jahre 1593 verächtlich: 
"17 se lem zme faule de oonciliaieurs de räligion,"  siehe auch 201 und 273. Von 
De Tlwu, He's! univ. IX, 171, XII, 134, werden die Politiker im Jahre 1590 und 
1594 erwähnt; über die Zunahme des "Tiers-Parti politiqzae et nägociateur" siehe 
Üßßßßguc, Hist. de la wymw VI, 235. Siehe auch über "die Politiker" einen Brief 
des Spanischen Gesandten an seinen Hof aus dem Jahre 1615 in Oapßßguels Richelieu 
I, 93, und über den Aufschwung einer politisch und kirchlich gemässigten Gesinnung 
in Paris im Jahre 1592 siehe Ranke, "m6 Päpste" 11, 243. 
54) Die Sorbonue verdammte Charron's grosses Werk, konnte es aber nicht dahin 
bringen, dass es verboten wurde. Vergl. Duvcmet, Hm. de la Sorbonne II, 139, mit 
Bßylei Artikel Gitarren, Note f. 
55) In dem Anhange zu Ranlcds Römischen Papsien III, 141, 142 finden sich die 
Instructionen an den Nuntius aus dem Jahre 1603, als er an den Französischen Hof 
2?
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.