Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1012528
Bevormundender 
Geist unter Ludwig XIV. 
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alle Ursache haben, die Hoffnung zu schöpfen, dass der Weitere 
Fortschritt der Botanik unter dem Beistande der Theorie von der 
Elektricität den Weg zu einer umfassenden Theorie des Lebens 
eröffnen wird, einer Theorie, der unser Wissen bei seinen jetzigen 
Hülfsquellen noch nicht gewachsen ist, aber auf ,die sich die Be- 
Weglmg der modernen Wissenschaft offenbar richtet. Aus diesen 
Gründen weit mehr, als wegen praktischen Nutzens wird die Bo- 
tanik immer die Aufmerksamkeit denkender Männer auf sich ziehen, 
Welche die Rücksicht des unmittelbaren Nutzens nicht kennen, auf 
umfassende und Endresultatc ausgehen, und einzelne Thatsachen 
nur in so fern schätzen, als sie die Entdeckung allgemeiner Wahr- 
heiten erleichtern. Die ersten Schritte in dieser edlen Wissenschaft 
wurden gegen die Mitte des 16. Jahrhunderts gethan, als Schrift- 
steller die Natur selbst zu beobachten begannen, statt nur abzu- 
schreiben, was früher gesagt werden War. 47) Das Nächste war 
das Hinzutreten des Experiments zu der Beobachtung; aber erst 
100 Jahr später liess sich dies mit Genauigkeit thun, weil das 
Mikroskop, welches zu solchen Untersuchungen nothwendig ist, 
erst um das Jahr 1620 erfunden wurde; und es erforderte die 
Arbeit einer ganzen Generation, um es zu feinen Beobachtungen 
geschickt zu machenßg) Sobald jedoch dieses Mittel hinlänglich 
brauchbar geworden war, um es auf Pflanzen anzuwenden, wurde 
der Fortschritt der Botanik ein reissend schneller, wenigstens in 
"EH drfnitive, 012 voit, que les vägäiuux se nourrissont (l'eau, d'acz'de carboniquc, 
d'autres gaz et de enatiärcs organiques ä Fälat zfengrais, ou m d'autres termes altäräes, 
zfest-ä-dire ranwnäcs ä Pätat de princzlnes plus simples, plus solubles. Au contmire, 
les animaux plus äleväs dans Fächelle organique ont besoin de matiäres bien plus com- 
plexes guzmt aux princzpes immädiats qui las composent, et plus variäes dans Zeur pro- 
priätäs."  
47) Brunfels im Jahre 1530 und Fuchs im Jahre 1542 waren die beiden ersten 
Schriftsteller, die das Pflanzenreich selbstständig beobachteten, statt das abzuschreiben, 
was die Alten gesagt hatten. Vergleiche TVhewelPs Hist. of the sciences III, 305, 
306, mit Pulteneyfs Hist. of botamy I, 38. 
43) Das Mikroskop wurde etwa 1620 von Drebbel in London ausgestellt, und dies 
scheint die erste unbezweifelte Notiz über seine Benutzung zu sein, obgleich einige 
Schriftsteller versichern, es sei am Anfange des 17. Jahrhunderts oder gar schon 1590 
erfunden worden. Vergleiche die verschiedenen Angaben in Pouillet, Elements de 
Phwique II, 357; Hmnboldfs Cosonos II, 699,700; Sprengel, Hi-Yi- de lll we'd. IV, 
337; Wineklm", Gesßhiohie der Botanik 136; Quekeifs To-eatise an tke mivroscope 
1848! 22 Cuvier, Hist. des scimoes II, 470; HaZlßWV-i LÜ- of Euro???) III, 202; Les- 
licfs Nut. philos. 52. Ueber die Verbesserungen des Mikroskqfs während des 
17. Jahrhunderts siehe Brewsteräe Lzfe of Newton I, 29, 242, 243. 
Buckle, Gesch. d. Civilisalionn I. 2. [2
        

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