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bis zum
Jahrh.
salberei unwissender Regenten erschwert wurden, war es nöthig
einzusehen, Wie die Gesundheit dieses Landes erhalten wurde, Weil
es weniger Einmischung ausgesetzt war und mit grösserer Freiheit
seine natürliche Entwicklung verfolgen konnte. Mittelst der Auf-
klälllllg, Welche uns die normale Entwicklung des Englischen
GeiStßS gewählte, können wir daher jetzt um so leichter unsre
Principicn auf die abnormen Zustände der französischen Gesell-
schaft anwenden, Zustande durch deren Einwirkung am Schluss
des 18. Jahrhunderts die theuersten Interessen der Civilisation in
Gefahr gebracht wurden.
In Frankreich hatte eine lange Reihe von Begebenheiten, die
ich später erzählen werde, von frühen Zeiten her der Geistlichkeit
einen grösseren Antheil an der Gewaltigegeben, als sie in Eng-
land besass. Die Folgen davon waren eine Zeitlang entschieden
wohlthatig; die Kirche zügelte die Gesetzlosigkeit einer barbarischen
Zeit, und sicherte den Schwachen und Unterdrückten eine Zuflucht.
Als aber die Franzosen in der Erkcnntniss fortschritten, begann
die geistliche Autorität, die durch Zügclung ihrer Leidenschaften
S0 viel Gutes gestiftet hatte, sich als ein schweres Gewicht auf
ihrem Genius fühlbar zu machen und seine Bewegungen zu hindern.
Die nämliche geistliche Macht, die für ein unwissendes Zeitalter
eine entschiedene Wohlthat ist, wird für eine aufgeklärte Zeit ein
ernstliches Uebel. Dies zeigte sich bald deutlich genug. Denn
als die Reformation in England ausbrach, war die Kirche schon
so geschwächt, dass sie fast auf den ersten Anlauf üel; ihre Ein-
künfte wurden von der Krone eingezogen, z) und ihre Aemter nicht
nur sehr in ihrem Ansehn und in ihrem Reichthum beschränkt,
sondern auch neuen Männern verliehen, die wegen der Unsicher-
heit ihres Besitzes und wegen der Neuheit ihrer Lehren das An-
sehn jener lang dauernden Verjährung entbehrten, wodurch die
Ansprüche dieses Standes vornehmlich aufrecht erhalten werden.
Dies, wie wir schon gesehen haben, war der Anfang eines un-
unterbrochenen Fortschritts, während dessen der kirchliche Geist
Standes nicht weit genug vorgerückt War. Siehe Noble, On tke brain 76-92, 337,
338; Hmry, On tke uervous systcm, in III. raport of Brit. assoo. 78; Hollanvfs
Medical notus 608; Jones und Sievelsinyk Patlwlogical anatomy 211.
E) Was Harris mit augenscheinliehem Wohlgefallen bepichtet. Er macht eine
Abschweifung, um es zu erwähnen. Lives of Stuarts III, 300. Ueber rlic Höhe des
Verlustes, den die Kirche auf diese Weise erlitt, siehe Sinclairk Hist. of tke reve-
WW I, 181-184, und Ecclestoaüs English antiquitics 228.
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