Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1010503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1011660
VOYII 
bis  zum 
J ahrh 
91 
von dem ein grosser Historiker gesagt hat: „Er ist der erste Fran- 
zösische Bischof, der einen Bürgerkrieg führte, ohne die Religion 
zum Vorwande zu nehmen". m) 
Wir haben also gesehen, dass während der 70 Jahre nach der 
Throllbesteigung Heinrichs IV. der Französische Geist sich merk- 
würdig ähnlich wie der Englische entwickelte. Wir haben ge- 
sehen, dass er in beiden Ländern nach den natürlichen Bedingungen 
seiner Entwickelung erst bezweifelte, was er lange geglaubt hatte, 
und dann duldete, was er lange gehasst hatte. Dass dies keines- 
wegs eine zufällige oder eigensinnige Zusammenstellung ist, zeigt 
sich nicht nur aus allgemeinen Gründen und aus der ähnlichen 
Entwickelung beider Länder, sondern auch noch aus einem andern, 
höchst interessanten Umstande; nämlich dass die Ordnung der Er- 
eignisse, und gleichsam ihre gegenseitigen Verhältnisse nicht nur 
hinsichtlich der zunehmenden Duldung, sondern auch hinsichtlich 
des Aufschwungs von Literatur und Wissenschaft die nämlichen 
waren. In beiden Ländern stand der Fortschritt der Wissenschaft 
in demselben Verhältniss zu der Abnahme der geistlichen Macht, 
obgleich sie dies zu verschiedenen Perioden zeigten. Wir hatten 
unsern Aberglauben etwas eher abzuschütteln begonnen, als es die 
Franzosen konnten; und da wir so zuerst im Felde waren, kamen 
wir jenem grossen Volke in der Hervorbringung einer weltlichen 
Literatur zuvor. Wer sich die Mühe nehmen will die Entwickelung 
des Französischen und Englischen Geistes zu vergleichen, wird 
sehen, dass wir in allen wichtigsten Fächern die Ersten waren, ich 
sage nicht dem Werthe, sondern der Zeit nach." In Prosa, in 
Poesie und in jedem Zweige geistiger Auszeichnung wird sich 
durch den Vergleich zeigen, dass wir den Franzosen fast um eine 
ganze Generation voran waren, und dass der Zeit nach. dasselbe 
Verliältniss stehen blieb, wie zwischen Baco und Cartesius, Hocker 
und Pascal, 266) "Shakespeare und Corneille, Massinger und Racine, 
Ben Johnson und Moliere, Harvey und Pecquet. Diese ausgezeich- 
  'ten immer 
  t 1 tlsche Angelegenhex 
des rein welthchen Gesmhtspunktesß aus dem De R6 z Po l 
ansah.  A  1 a't um uewc 
265) 1200i humane singulier 0st Zß ßwmier eveque lendFr-äfjzäfilsqglz; I: Oeuvgas de 
   n  g J  
civile sans avo-ir Za relzywn 170W pwtexte" Sage  
Voltaire XIX 251.  d t m; werden 31g die 
266) HooIÄer und. Pascal können Passexäl nägieäreräildei: Edfni Bossuet ist eben 
beiden erhabensten theologischen Schnftsife eäuarlor untergeordnet gegen Hocker ist 
so Lmtergeordnet gegen Pascal, als Joremlas 3 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.