Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006803
der Naturgesetze. 
Einfluss 
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für die Amerikanische Civilisation bestimmt Wurden, oder wie es 
kam, dass in diesen Gegenden allein die Gesellschaft sich zu einem 
bestimmten und geordneten System gestaltete, Während die neue 
Welt im Uebrigen von wilden und unwissenden Barbaren bevölkert 
war; eine Untersuchung, die sich als höchst interessant erweisen 
wird, denn sie gewährt uns noch weitere Beweise für die ausser- 
ordentliche und wahrhaft unwiderstehliche Gewalt, Welche die Mächte 
der Natur über das Schicksal der Menschheit ausgeübt haben. 
Der erste Ilmstand, der uns auffallen muss, ist, dass in Amerika, 
wie in Asien und Afrika, alle ursprünglichen Oivilisationen ihren 
Sitz in heissen Ländern hatten; das ganze eigentliche Peru liegt 
innerhalb des südlichen, das ganze Central-Amerika und Mexiko 
innerhalb des nördlichen Wendekreises. Wie die Hitze des Klimas 
auf die geselligen und politischen Einrichtungen Indiens, Aegyp- 
tens einwirkte, habe ich zu zeigen versucht und hoffentlich be- 
wiesen, dass diese Einwirkung erzielt wurde durch die Vermin- 
derung der Bedürfnisse des Volks und durch die Folge davon, 
nämlich eine ungleiche Vertheilung von Reichthum und Macht. Da- 
neben giebt es noch eine andere Weise, wie die durchschnittliche 
Temperatur eines Landes seine Civilisation beeinflusst, deren Er- 
örterung ich bis hierher verschoben habe, weil sie sich in Amerika 
deutlicher als anderswo nachweisen lasst. In der neuen Welt wirkt 
die Natur in weit höherem Maasse, als in der alten, ihre Kräfte 
sind überwältigender; und so leuchtet es ein, dass ihre Einwir- 
kungen auf den Menschen hier mit mehr Nutzen studirt Werden 
können, als wo sie schwacher ist und folglich die Folgen ihrer 
Thatigkeit Weniger augenfällig sind. 
Der Leser erinnert sich, Welch einen gewaltigen Einfluss ein 
Ueberfluss der gewöhnlichen Lebensmittel ausübte, und so wird 
er sich leicht überzeugen, warum unter dem Zwange natürlicher 
Phänomene die Civilisation Amerikas nothwendig auf die Punkte 
beschrankt war, wo sie von den Entdeckern der neuen Welt ge- 
funden ward. Denn lassen wir die chemischen und geognostischen 
Unterschiede des Bodens bei Seite, so können wir sagen, die zwei 
Ursachen, von denen die Fruchtbarkeit eines Landes abhängt, 
ßßpotäque et muyaquiclße, vivante paur nous encore dans les ruines de Müla et de 
Pwlenque." Auch D1". Priokard, On etknology in dem Report qf Brit. association for 
1347, p. 252 schreibt die Ruinen in Genua-Amerika dem Mayanischen Stamme zu. 
Aber die Zeugnisse für solche Angaben sind sehr unzulänglich. 
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