Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006792
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der Naturgesetze. 
Einfluss 
keit, der zu bedeutend ist, um von irgend einer ganz barbarischen 
Nation erworben zu seinßi") Weiter ist von ihrer Geschichte 
nichts bekannt; aber die Nachrichten, welche wir von den Bau- 
werken von Copan, Palenque und Uxmal haben, machen es höchst 
wahrscheinlich, dass (Zentral-Amerika ein alter Sitz einer Civilisa- 
tion war, die in allen wesentlichen Punkten der Indischen und 
Aegyptisehen entsprach: in der ungleichen Vertheilung von Reich- 
thum und Macht und in der Sklaverei der grossen Masse des Volks, 
die daraus folgtß") 
Aber während fast alle Zeugnisse über den früheren Zustand 
(Zentral-Amerikas verloren gegangen sind, 433) sind wir in Bezug 
auf Mexiko und Peru glücklicher gewesen. Es sind noch bedeu- 
tende und authentische Quellen vorhanden, aus denen wir uns eine 
Ansicht über den früheren Zustand dieser beiden Länder und über 
den Charakter und den Grad ihrer Civilisation bilden können. 
Bevor wir jedoch auf diesen Gegenstand eingehen, wird es passend 
sein, die Naturgesetze anzudeuten, wodurch jene Oertlichkeiten 
431) Squier sagt II, 68 über die Statuen in Nicaragua: „Der Stoff ist immer 
schwarzer Basalt von solcher Härte, dass er sich mit den besten neueren Werkzeugen 
schwer schneiden lässt." Stephens, Uentr. Anwar. II, 355 fand in Palenque "hübsche 
Kunstwerke und Modelle zu Studien." Vergl. III, 276, 389, 406. IV, 293. Ueber 
die Bilder zu Ghichen sagt er IV , 311: „sie zeigen eine so leichte Hand, wie sie 
nur unter der Aufsicht und Anleitung von Meistern erreicht werden kann." Zu Oopam 
(I, 151): "mit den besten Instrumenten unsrer Zeit könnte man die Steine nicht besger 
schneiden." Und zu Uxvnal (II, 431): "das Legen und Poliren der Steine ist durch- 
weg so vollkommen, wie es nach den besten Regeln unsrer Meuterei nur sein könnte." 
Unsre Kenntniss von (Zentral-Amerika ist fast gänzlich aus diesen beiden Schriftstellern 
geschöpft; und obgleich Stephens bei weitem genauer ist, so sagt Sqnier, glaube ich, 
mit Recht, bis zur Erscheinung seines Buches, 1853, seien die Monumente in Nica- 
fagua gänzlich unbekannt gewesen. Kurze Beschreibungen der Ruinen von Guatimala 
und Yucatan finden sich in Larenaudüres Mexiqzae et Guatenzala, 308_-.327 u_ Jown 
of geogr. soa, 60-63. 
m) Ueber Yucatan s. Pricharfs Phys. history of mankmd V ; 343; "ein großes 
und ileissiges, doch vielleicht, wie Galatin bemerkt, in Sklaverei gehaltenes Volk. 
Prächtige Tempel und Paläste bezeugen uns die Macht der Priester und des Adels, 
während, wie gewöhnlich, keine 51111! Voll den Hüften übrig geblieben ist, in denen 
die Masse der Nation lebte." 
433) Dr. M. Culloclzv, Researches conneming tlw aboriginal ltistory of America, 
272, 340, hat aus spanischen Schriftstellern einige magere Angaben über die frühsten 
Zustände von Central-Amerika gesammelt, aber von seinem genialen Zustande und 
eigentlichen Geschichte ist nichts bekannt; ja es ist nicht einmal ausgemacht, zu 
welchem Volksstamm die Einwohner gehörten, obgleich ein neuerer Schriftsteller, La- 
renaudiirre, Mexiquc ot Guat. p. 8, findet: „la civiliaation guatenzulienne ou misteco-
        

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