Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006764
Einfluss 
der Naturgesetze. 
79 
da sie offenbar aus verschiedenen Quellen geschöpft sind; Herodotg 
Nachrichten scheinen hauptsächlich in Memphis, die des Diodor in 
Theben gesammelt zu seinJ ' 6) Und bei aller Verschiedenheit 
stimmen sie über die reissende Zunahme der Bevölkerung und über 
den sklavisehen Zustand, in den sie versunken war, überein. Ja 
der blosse Anblick dieser mächtigen und kostspieligen Bauten, die 
noch vorhanden sind, zeugt für den Zustand der Nation, die sie 
errichtete. So ungeheure' ' 7) und doch so nutzlose' W) Bauwerke 
aufzuführen, dazu mussten die Herrscher Tyrannen und das Volk 
in Sklaverei sein. Kein noch so grosser Reichthum, kein noch so 
verschwenderischer Aufwand wären im Stande, die Kosten zu decken, 
welche es verursacht haben würde, wenn sie das Werk freier Männer 
Wären, die für ihre Arbeit einen billigen und ehrlichen Lohn be- 
kommen hätten. 4 m) Aber in Aegypten wie in Indien wurden 
solche Rücksichten bei Seite gesetzt, weil Alles darauf hinauslief, 
die oberen Klassen der Gesellschaft zu begünstigen und die unteren 
zu unterdrücken. Zwischen beiden gähnte eine unendliche unüber- 
Bumsen I, 152-458 und "mit Diodur hörte alle systematische Forschung in der 
Aegyptischen Geschichte auf, nicht nur von Seiten der Griechen, sondern der Alten 
überhaupt." Leake in seiner Abhandlung über den Quorra kommt zu dem Schluss, 
dass die Alten nach Ptolemäus ihre Kenntniss über die Afrikanische Geographie nicht 
erweiterten. Joum. of geogr. soc. II, 9. 
H6) Siehe darüber Heaven's African nations II, 202-207, und über den Un- 
terschied der Ueberlieferungen von Theben und Memphis siehe Matter, Hist. de Väcole 
d'Alexandrz'e I, 7. Die Macht und der Einfluss der beiden Städte schwankte, da 
beide zu verschiedenen Zeiten Hauptstadt waren. Bau-wen's Egypt II, 54, 55, 224, 
445, 446; Vyse, On llze pyraenids III, 27 ,100; Slzmpds Hist. of Egypt I, 9, 19, 
24, 34, 167, 185. 
m) Sir John Hai-schal, Disc. an nat. pkilos. 60, berechnet, dass die grosse Py- 
ramide 12,760 Millionen Pfund wiegt. In Lyelfs Principles ofgealoyy wird sie sogar 
auf 6 Millionen Tonnen geschätzt. Aber nach Pcrring ist die gegenwärtige Masse des 
Gemäuers 6,3l6,000 Tonnen oder 82,1l0,000 Kubikfuss. Siehe Bumsen? Egypt II, 
55 u. Vyse, On tlw Pyramids II, 113. 
m) Viele Phantasien sind vorgebracht über den Zweck der Pyramiden, aber es 
ist jetzt anerkannt, dass sie nicht mehr und nicht weniger als  Gräber für die Ae- 
gyptisehen Könige waren. Bzmsen, Egypt lI, p. XVII, S8, 105, 372, 389 u. Sharpefs 
History Qf Egypi I, 21. 
m) Ueber eine Schätzung, für welche Summe eine der Pyramiden in unsrer Zeit 
durch Europäische Arbeiter gebaut werden könne, siehe Vyse I1, 2GB. Solche Be- 
rechnungcn haben jedoch wegen der störenden Umstände wenig Wcrth.
        

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