Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Civilisation in England
Person:
Buckle, Henry Thomas Ruge, Arnold
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1005674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1006727
der Naturgesetze. 
Einfluss 
75 
Volks, sondern es giebt so viele, dass sie schon in frühen Zeiten 
als Kameelfutter gebraucht wurden; das Kameel ist dort das ein- 
Zige Lastthier. H) 
Nehmen wir nun Aegypten als die höchste Form der afrika- 
nischen, wie Indien der asiatischen Oivilisation, so ergiebt sich 
aus den obigen Thatsachen, dass die Datteln für die erstere sind, 
Was Reis für die letztere. Nun finden wir alle die wichtigsten 
physischen Eigenschaften des Reises auch bei den Datteln. Che- 
misch ist der Hauptbestandtheil des Nahrungsstoßs in beiden der- 
selbe, nur dass die Stärke der indischen Pflanze sich in den Zucker 
der ägyptischen verwandelt. Eben so einleuchtend ist die Ver- 
wandtschaft der klimatischen Gesetze, denn Datteln wie Reis ge- 
hören den heissen Gegenden an und gedeihen am besten in oder 
nahe bei den Tropen. ' o") Hinsichtlich ihrer Vervielfältigung und 
ihres Verhältnisses zu dem Boden trifft die Uebereinstimmung eben- 
falls zu. Die Dattel, ebenso wie der Reis, erfordert wenig Arbeit; 
giebt eine reiche Ernte und nimmt, im Verhältniss der Nahrung, 
die sie gewährt, so wenig Raum ein, dass bisweilen 200 Palm- 
bäumc und mehr auf einem Morgen Land wachsen." 0') 
So auffallend sind die Aehnlichkeiten, die sich in verschiedenen 
Ländern aus denselben physischen Bedingungen natürlich ergeben. 
Zugleich wurde in Aegypten, wie in Indien, die Civilisation durch 
den vorgängigen Besitz eines sehr fruchtbaren Bodens erreicht, und 
während die Ueppigkeit des Landes die Erzeugung des Reichthums 
beschleunigte, regelte der Ueberliuss der Nahrung das Verhältniss, 
in welchem sich dieser Reichthuni vertheilte. Der fruchtbarste Theil 
Aegyptens ist das Saidlm) und gerade dort finden wir die grösste 
Kunst und Kenntniss entwickelt, die glänzenden Ruinen von Theben, 
tcrior of Africa I1, 170, 213; Bowdich, Mission to Ashantec, 69, 100, 152, 293, 
386, 392. Aber ich zweifle, ob dies Getränk das nämliche ist mit dem Palmwein 
in Balfoufs Botcmy, 532. Vergl. Tuokcgfs Expedition io the Zaire, 155, 216, 224- 
99) Wilkinsonäs Anciont Egyptiaozs II, 175-178. Ueber den Dattelreichthum s. 
Auszüge aus einem Arabischen Geographen bei Quatrevnäre, Reokerches sur VEgypIc, 220. 
 Bemerkungen über die geographischen Grenzen, in denen sie reifen, s. in 
Jussie-zäs Botany, cd. Wilson 1849, 734. 
m) "Im Nilthale wachsen auf einem Feddan (13j4 engl. Acker) manchmal 400 
Räume." Willcinsonls Ans. Eg. II, 178. In Murznck ist eine ganze Dattelpalme 
mir etwa 1 Schill. oder 12 Sgr. werth. Riokardsorüs Oentral Afr. I, 111. 
de rßawßlß, 
Relation 
Abd-Allatif,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.